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RITTER SPORT

Schokoladen-Hersteller will klagen

Die Note „mangelhaft“ für die Schokolade „Ritter Sport Voll-Nuss“ könnte vor dem Richter landen. Der Hersteller Alfred Ritter plant rechtliche Schritte gegen die Stiftung Warentest. Das bestätigte eine Firmensprecherin gegenüber „Handelsblatt Online“. Stiftung Warentest hatte vergangene Woche die Schokolade mit dem negativen Testurteil versehen, da ein Zusatzstoff falsch angegeben worden sei. Die Verbraucherschützer mahnten an, dass das Aroma „Piperonal“ als „natürliches Aroma“ auf der Zutatenliste aufgeführt sei. Dies führte zur Abwertung, da es als Täuschung gewertet wurde. Der Stoff werde nicht in ausreichender Menge für die Industrie aus natürlichen Ausgangsprodukten gewonnen, so die Stiftung. Daher müsse es sich bei dem gefundenen Piperonal um ein synthetisches Produkt handeln. HB

DEBEKA

Affäre weitet sich aus

Die Affäre um den illegalen Handel von Personaldaten junger Beamter weitet sich aus. Laut „Handelsblatt“ hat nicht nur die Koblenzer Debeka-Versicherung tausende sogenannter „Vertrauensmitarbeiter“ im Staatsdienst eingesetzt, um Männer und Frauen kurz nach der Verbeamtung als Kunden zu gewinnen. Rund ein halbes Dutzend andere Versicherer pflegen nach Recherchen des „Handelsblattes“ ebenfalls ein dichtes Kontaktnetz im Beamtenapparat, um ihren Vertrieb anzukurbeln. Dazu zählen unter anderem die BHW, DBV, und Signal Iduna. Die Zahl der Beamten, die nebenbei für Versicherungen tätig sind, demnach in die zehntausende. Wie hoch die Provisionen sind, die Jahr für Jahr an Beamte fließen, teilten die Unternehmen auf Anfrage nicht mit. Das „Handelsblatt“ berichtet von einem Richter in Bayern, der Jahr für Jahr tausende von Euro mit der Vermittlung von Bausparverträgen für die BHW verdiente. Ein Oberkommissar in Hessen kassierte innerhalb von sieben Jahren mehr als 500 000 Euro – er war gleich für vier Versicherer aktiv. HB

FIAT

Chrysler-Börsengang verschoben

Fiat hat den geplanten Börsengang seiner US-Tochter Chrysler grundsätzlich infrage gestellt. Es könne derzeit nicht gesagt werden, ob und wann der Gang aufs Parkett vollzogen werde, teilte der italienische Autobauer mit. Dies hänge von den Marktbedingungen ab. Fest steht demnach, dass der Börsengang nicht wie geplant bis Ende dieses Jahres umgesetzt wird. Angepeilt werde stattdessen, den Verkauf der Papiere im ersten Quartal 2014 voranzutreiben. Einem Medienbericht zufolge könnte Chrysler bei seinem Börsengang bis zu zwei Milliarden Dollar einnehmen. Der drittgrößte US-Autokonzern gehört mehrheitlich Fiat. Ende September kündigte die Firma an, an die Börse gehen zu wollen.rtr

PSA PEUGEOT CITROEN

Führungswechsel bei Auto-Konzern
Der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroën bekommt einen neuen Chef. Die bisherige Nummer eins Philippe Varin (61) werde im kommenden Jahr von Ex-Renault-Manager Carlos Tavares ersetzt, teilte der französische VW-Konkurrent am Montag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Varin habe selbst um seine Ablösung gebeten, hieß es. Der Portugiese Tavares war bis August Renaults zweiter Mann. „Mit der Entscheidung für Carlos Tavares stellt der Aufsichtsrat sicher, dass die Sanierungs- und Entwicklungsstrategie zur Bewältigung der aktuellen Krise langfristig umgesetzt und fortgeführt wird“, kommentierte Chefaufseher Thierry Peugeot. Wegen der Absatzkrise steckt PSA in Schwierigkeiten. Allein 2012 verbuchte der Hersteller 5,01 Milliarden Euro Verlust. Zudem laufen Verhandlungen über einen Einstieg des chinesischen Partners Dongfeng. dpa

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