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DEUTSCHE BANK

Middelhoff im Visier der Justiz

In den Ermittlungen wegen Aussagen im Kirch-Schadenersatzprozess gegen die Deutsche Bank sind auch der englische Zentralbanker Michael Cohrs und der frühere Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Cohrs, der früher dem Vorstand der Deutschen Bank angehörte, und Middelhoff würden der uneidlichen Falschaussage verdächtigt, sagte ein Sprecher der Strafverfolger am Freitag. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen und mehrere frühere Top-Manager. Sie stehen im Verdacht, das Gericht belogen zu haben, um Schadenersatzansprüche der Erben von Leo Kirch abzuwenden. rtr

T-MOBILE

Hinweise auf Verkauf verdichten sich
Neue Übernahmefantasien um die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom: Einem Online-Bericht des „Wall Street Journal Deutschland“ zufolge hat der Konkurrent Sprint von mindestens zwei Banken Finanzierungsvorschläge für eine Übernahme erhalten. Der Kaufpreis werde dabei mit rund 50 Milliarden Dollar kalkuliert. Details für ein mögliches Gebot stünden aber noch nicht fest, schrieb der Online-Dienst am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch die Telekom schürte zum Wochenschluss Spekulationen, ein Verkauf von T-Mobile US könnte näher rücken. Die Bonner teilten mit, ihren Anteil an der Tochter von einer deutschen auf eine niederländische Holding zu übertragen. Analysten vermuteten hinter dem Schritt ein Steuersparmodell, das mit einer möglichen Veräußerung des US-Geschäfts in Verbindung stehen könnte. rtr

PRO SIEBEN SAT 1

Investoren verkaufen Aktienpaket

Der Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 nimmt nach dem endgültigen Ausstieg seiner ehemaligen Mehrheitseigentümer Kurs auf den deutschen Leitindex Dax. Die Finanzinvestoren KKR und Permira warfen ihr verbliebenes Pro-Sieben-Aktienpaket von 17 Prozent für 1,3 Milliarden Euro über Nacht auf den Markt, wie die begleitenden Banken Bank of America und Deutsche Bank am Freitag mitteilten. Pro Sieben ist damit vollständig in Streubesitz. Darauf hatten die Investoren seit mehr als einem Jahr hingearbeitet, nachdem sie keinen Käufer für das Unternehmen gefunden hatten. Der Aufstieg des Fernsehkonzerns in den Dax scheint mit einem Börsenwert von fast 7,7 Milliarden Euro nur eine Frage der Zeit. rtr

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