Unternehmen : US-Automarkt: Verkaufszahlen brechen drastisch ein

Die US-amerikanische Autoindustrie steckt weiter tief in der Krise: Ford und General Motors wollen deshalb ihre Produktion um ein Drittel drosseln. Doch auch deutsche Autobauer sind betroffen.

Washington/StuutgartDie Autobauer haben im vergangenen Monat einen kräftigen Einbruch der Verkaufszahlen in den USA verzeichnet und wollen ihre Produktion deshalb deutlich drosseln. General Motors setzte im November nach Firmenangaben 41 Prozent weniger Fahrzeuge ab als im Vergleichsmonat des Vorjahrs. Bei Ford lag das Minus im Jahresvergleich bei 31 Prozent, Toyota verkaufte im gleichen Zeitraum in den USA 34 Prozent weniger Autos.

Die Konzerne kündigten an, mit einer Drosselung der Produktion auf die Absatzkrise zu reagieren. General Motors will nach Firmenangaben im ersten Quartal 2009 nur noch 600.000 Autos produzieren, das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ford will seine Produktion im ersten Vierteljahr 2009 um 37 Prozent auf 430.000 Autos zurückfahren.

Auch deutsche Hersteller betroffen

Auch deutsche Autobauer sind von der Krise auf dem US-Automarkt betroffen: Wie der Sportwagen-Hersteller Porsche in Stuttgart mitteilte, brach der Absatz in Nordamerika im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46 Prozent ein. In den USA wurden den Angaben zufolge nur noch 1.378 Autos verkauft, in Kanada waren es nur 115 Fahrzeuge. Den größten Einbruch gab es den Angaben zufolge beim Sportwagen Boxster, dessen Absatz vor einem im März anstehenden Modellwechsel um 73 Prozent einbrach. Porsche hat wegen Wirtschaftskrise bereits Maßnahmen ergriffen, um die Produktion der gesunkenen Nachfrage anzupassen. Bis Ende Januar 2009 wird im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen an acht Werktagen nicht gearbeitet.

Auch der Autobauer Daimler hat im November in den USA deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Jahr zuvor. Der Absatz sei insgesamt um 29,9 Prozent auf 15.991 Autos zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag in New York mit. Auch BMW hat im November in den USA weniger Autos abgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge sei um 26,8 Prozent auf 19 762 gesunken, teilte das Unternehmen in Woodcliff Lake mit. (jam/AFP/dpa)

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