Wirtschaft : UNTERNEHMEN

VEM HOLDING

Merckle droht mit Insolvenz

Der in Finanznöten steckenden Milliardär Adolf Merckle hat den Banken im Kampf um sein Firmenimperium mit der Insolvenz seiner Beteiligungsgesellschaft VEM gedroht. Eine Sprecherin der Merckle-Dachgesellschaft VEM sagte am Donnerstag, wenn die Institute keinen Kredit einräumten, dann müsse festgestellt werden, ob einer der Insolvenzgründe vorliege. Das seien drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Über den Stand und die geplante Dauer der Verhandlungen mit den Banken machte sie keine Angaben. Merckle engagierte unterdessen den auf Insolvenzen und Sanierungen spezialisierten Anwalt Eberhard Braun. AP

FRAPORT

Flugverkehr leidet unter Krise

Der Frankfurter Flughafen hat im November den stärksten Passagierrückgang seit den Anschlägen vom 11. September 2001 verbucht. Die Zahl der Fluggäste schrumpfte am Heimatflughafen um sieben Prozent auf 3,9 Millionen, wie der Betreiber Fraport am Donnerstag mitteilte. Dabei bekommt das Unternehmen vor allem die schwache Nachfrage nach Flugreisen in Folge des weltweiten Wirtschaftsabschwungs zu spüren, der viele Fluggesellschaften zwingt, ihre Maschinen am Boden zu lassen. rtr

DEUTSCHE BAHN

2009 Gewinn im Transportgeschäft

Die Deutsche Bahn erwartet trotz Konjunkturkrise in ihrem Transport- und Logistikgeschäft auch im nächsten Jahr einen Gewinn. Er könne sich „auch 2009 rote Zahlen nicht vorstellen“, sagte Bahn-Logistikvorstand Norbert Bensel am Donnerstag in Berlin. Eine genaue Prognose sei derzeit nicht möglich. Für 2008 sei in der Logistiksparte mit einem Gewinn auf Vorjahresniveau zu rechnen. „Beim Ergebnis sind wir nicht weit weg vom Vorjahr“, berichtete Bensel. Der Bahn-Spediteur Schenker und der Schienengüterverkehr hatten im vergangenen Jahr 670 Millionen Euro zum operativen Ergebnis (Ebit) von 2,9 Milliarden Euro beigetragen. dpa

LUKOIL

Mehr verdient als erwartet

Der zweitgrößte russische Energiekonzern Lukoil hat dem Öl-Preisrutsch getrotzt und seinen Gewinn im dritten Quartal stärker als erwartet gesteigert. Das Nettoergebnis sei im abgelaufenen Vierteljahr um 40 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der größte privatwirtschaftliche Öl-Konzern des Landes am Donnerstag mit. Analysten waren hier im Schnitt nur von 3,35 Milliarden Dollar ausgegangen. Grund seien vor allem der immer noch über dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegende Ölpreis und höhere Gewinnmargen im Raffineriegeschäft gewesen. Die Verteuerung der russischen Landeswährung Rubel zum Dollar und eine höhere Steuerlast hätten ein deutlicheres Gewinnwachstum im Berichtsquartal verhindert, teilte der Konzern weiter mit. Der Umsatz kletterte um knapp 53 Prozent auf 32,56 Milliarden Dollar. rtr

PROCTER & GAMBLE

Prognose gesenkt

Der amerikanische Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (Ariel, Pampers, Gilette) muss seine Wachstumsprognose für das Weihnachtsquartal aufgeben. Konzernchef Alan Lafley stellte am Donnerstag für Oktober bis Ende Dezember ein organisches Umsatzwachstum unterhalb der bisher avisierten vier bis sechs Prozent in Aussicht. Für das noch bis Ende Juli 2009 laufende Geschäftsjahr bleibe das Ziel von vier bis sechs Prozent Wachstum dagegen bestehen. Zugleich bekräftigte Lafley die Gewinnziele für das Weihnachtsquartal von 1,58 bis 1,63 Dollar je Aktie. Für das gesamte Geschäftsjahr peilt er weiterhin 4,28 bis 4,38 Dollar je Aktie an. dpa

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