Wirtschaft : UNTERNEHMEN

EADS

Verkauf eines britischen Werks

Der Airbus-Mutterkonzern EADS hat sein Werk im britischen Filton an GKN Aerospace verkauft und damit den Umbau seiner Produktionsstruktur vorerst abgeschlossen. Bereits im vergangenen Jahr waren vier deutsche und zwei französische Standorte ausgegliedert worden. Die früheren Airbus-Standorte bleiben wichtige EADS-Lieferanten. In ihnen sollen insbesondere Teile für den neuen Großraumjet A350 XWB gefertigt werden. Der Umbau ist ein Bestandteil des Sparprogramms „Power 8“, das EADS wegen der Pannen mit dem A380 aufgelegt hat. rtr

DOW CHEMICAL

Chemiekonzern will Kuwait verklagen

Der US-Chemiekonzern Dow Chemical geht nach dem geplatzten Joint-Venture mit Kuwait gerichtlich gegen den Golfstaat vor. Der Rückzieher Kuwaits sei ein klarer Vertragsbruch, teilte Dow Chemical mit. Kuwait hatte kurz vor dem Jahreswechsel seine geplante 50-Prozent-Beteiligung wegen der globalen wirtschaftlichen Krise abgesagt. In der Branche wird mit einer Schadenersatzforderung in Milliardenhöhe gerechnet. rtr/dpa

HOCHTIEF

Baukonzern hält an Ausblick fest

Der größte deutsche Baukonzern Hochtief hält trotz einer Prognosesenkung seiner australischen Tochter Leighton am eigenen Ausblick für das Gesamtjahr 2008 fest. Wegen der positiven Entwicklung in den anderen Unternehmenssegmenten erwarte der Konzern weiterhin einen Auftragseingang und Umsatz über dem Niveau von 2007, teilte Hochtief mit. Auch das Ergebnis vor Steuern und der Konzerngewinn sollen höher als im Vorjahr ausfallen. dpa

LYONDELL-BASELL

Amerikaner prüfen Insolvenzantrag

Der amerikanisch-niederländische Chemiekonzern Lyondell-Basell kämpft mit Finanzschwierigkeiten und prüft einen Insolvenzantrag. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens in Wesseling bei Köln. Dort hat Lyondell-Basell seinen größten europäischen Produktionsstandort, ein Chemiewerk mit mehr als 2000 Beschäftigten. „Wir sind gerade dabei, die Belegschaft zu informieren“, sagte der Sprecher. Der amerikanische Unternehmensteil erwäge einen Insolvenzantrag nach Kapitel 11 des US-Konkursrechts. Die Krise habe bisher keine Auswirkungen auf das deutsche Werk. dpa

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