Wirtschaft : UNTERNEHMEN

FRAPORT

Frankfurter Flughafen spürt die Krise und darf ausbauen

Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main bekommt die Rezession zu spüren: Erstmals seit fünf Jahren sank 2008 die Zahl der Passagiere. 53,5 Millionen Menschen nutzten die Drehscheibe, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark wirkte sich der Konjunktureinbruch auf die Menge der Fracht aus, die als Frühindikator der Wirtschaftslage gilt. Hier lag das Minus im Dezember bei 26 Prozent, im Gesamtjahr ergibt sich ein Rückgang von 2,5 Prozent. Eine gute Nachricht für Fraport kam am Donnerstag aus Kassel. Der hessische Verwaltungsgerichtshof wies die Anträge von 13 Kommunen und elf Anliegern auf ein Bauverbot für den Flughafen ab. Mit dem geplanten Ausbau soll der Flughafen ein drittes Terminal, eine neue Landebahn sowie ein neues Fracht- und Wartungszentrum bekommen. Die Zahl der Passagiere soll auf 88,6 Millionen im Jahr 2020 steigen. Fraport kündigte an, man werde spätestens Anfang Februar mit den notwendigen Rodungen beginnen. dpa/AFP

BMW

Kurzarbeit nicht ausgeschlossen

Angesichts der Autokrise schließt der BMW-Konzern Kurzarbeit in seinen Werken nicht aus. Das sagte Konzernchef Norbert Reithofer am Donnerstag am Rande der ADAC-Preisverleihung „Gelber Engel“ in München. Trotz der mehrwöchigen Produktionspausen über den Jahreswechsel seien die Zeitkonten der Mitarbeiter „noch gut gefüllt“. Mit dem Abbau der in Boomzeiten angehäuften Überstunden will der Konzern die Zeit bis Frühjahr überbrücken. rtr

GOOGLE

Entlassungen beim Internetkonzern

Der Suchmaschinenbetreiber Google muss in der Wirtschaftskrise nun auch Mitarbeiter entlassen. Man werde rund 100 Stellen in der Abteilung für Personalsuche (Recruiting) streichen, kündigte Manager Laszlo Bock  im offiziellen Google-Blog an. Das Unternehmen aus Mountain View in Kalifornien will demnach zwar weiterhin einstellen, angesichts der aktuellen Lage allerdings weniger als bislang. Zahlen nannte Bock nicht. dpa

GRAMMER

2000 Zulieferer arbeiten kurz

Der Autozulieferer Grammer will wegen der schwachen Auftragslage rund 2000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Ab dem 23. Januar bis zunächst Ende März soll in der Konzernzentrale in Amberg und anderen Standorten nur noch an vier Tagen pro Woche gearbeitet werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Für die jeweils letzte Woche im Monat soll bei dem Hersteller von Sitzen und Fahrzeuginnenausstattung eine Drei-Tage-Woche gelten. dpa

MICROSOFT

Softwarekonzern prüft Stellenabbau

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft erwägt laut einem Zeitungsbericht einen deutlichen Stellenabbau. Mögliche Streichungen könnten bereits kommende Woche bekannt gegeben werden, schrieb das „Wall Street Journal“. Eine genaue Zahl sei nicht zu erfahren gewesen, es gehe aber um weit weniger als die bis zu 15 000 Arbeitsplätze, über die zuletzt spekuliert wurde. Microsoft hatte Ende Juni 2008 rund 91 000 Mitarbeiter. dpa

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