Wirtschaft : UNTERNEHMEN

SCANIA

Lkw-Bauer mit Verlust

Die Krise im Lastwagengeschäft trifft den schwedischen Hersteller Scania, der zum VW-Konzern gehört, härter als erwartet: Im vierten Quartal 2008 brach der Gewinn vor Steuern um mehr als die Hälfte ein und sackte auf 1,71 Milliarden Kronen (160 Millionen Euro) ab. Analysten hatten im Schnitt mit 2,36 Milliarden Euro gerechnet. Die Zahl der Lkw-Bestellungen schmolz mit einem Minus von 98 Prozent fast komplett zusammen, im wichtigen Markt Westeuropa lag der Rückgang bei 84 Prozent. Der Umsatz belief sich auf 2,11 Milliarden Euro und fiel damit geringfügig besser aus als erwartet. Angesichts der Marktschwäche kündigte Scania an, die Dividende zu kürzen. Für 2009 gab der MAN-Rivale keine Prognose ab. rtr

BP

Ölkonzern verdient prächtig

Europas zweitgrößter Ölkonzern BP hat das vergangene Jahr mit einem kräftigen Gewinnplus abgeschlossen. Trotz des Einbruchs des Rohölpreises im letzten Quartal stiegen die Gewinne um 39 Prozent auf 25,6 Milliarden US-Dollar (19,9 Milliarden Euro). Im letzten Quartal 2008 kam es im Jahresvergleich allerdings zu einem Gewinneinbruch um 24 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Die Ölkonzerne Exxon Mobil und Shell haben bereits von kräftigen Jahresgewinnen berichtet, die ebenfalls von einem schwachen letzten Quartal gedämpft worden waren. Als Grund für den Einbruch im letzten Quartal nannte BP den sinkenden Ölpreis und Verluste beim russischen Ölförderer TNK- BP. Angesichts der Wirtschaftskrise erwartet BP 2009 eine verhaltene Nachfrage. Nachdem 2008 rund 3000 Jobs gestrichen wurden, soll sich diese Zahl bis Mitte 2009 auf 5000 erhöhen. dpa

VODAFONE

Weniger Umsatz

Der Mobilfunkkonzern Vodafone hat im abgelaufenen Quartal in Deutschland erneut weniger umgesetzt als in der Vorjahresperiode. Die Erlöse sanken um 1,4 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. Grund ist der starke Preisverfall in der Branche. Der Umsatzrückgang fiel zwar etwas schwächer aus als zuvor, konnte jedoch durch die steigende Zahl der Kunden nicht ausgeglichen werden. Inzwischen hat Vodafone 36 Millionen Mobilfunknutzer – 6,5 Prozent mehr als Ende 2007. Die Zahl der DSL-Kunden – inklusive der Kunden der Tochter Arcor – stieg um 21 Prozent auf drei Millionen. Weltweit steigerte die Vodafone Group ihren Umsatz zwischen Oktober und Dezember um 14,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Pfund (11,6 Milliarden Euro). vis

QIMONDA

Demo und Werkschließung

Der zahlungsunfähige Speicherchiphersteller Qimonda schließt sein US-Werk in Richmond. Betroffen sind rund 1500 Mitarbeiter. Zur Begründung hieß es, die Umstellung des Standorts auf eine neue, zukunftsweisende Chiptechnik könne in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht finanziert werden. Kunden würden künftig verstärkt mit Chips aus dem Werk in Dresden beliefert. Die Infineon-Tochter Qimonda hatte am 23. Januar Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen beschäftigt weltweit derzeit rund 12 000 Menschen. Mehr als 2000 Beschäftigte haben am Dienstag in Dresden für die Rettung des Unternehmens demonstriert. Die EU-Kommission sieht hingegen keine Möglichkeit, das Unternehmen zu stützen. dpa/AFP

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