Wirtschaft : UNTERNEHMEN

MICROSOFT

Eigene Ladenkette geplant

Microsoft will mit einem eigenen Filialnetz den Erzrivalen Apple unter Druck setzen. Verantwortlich für den Aufbau der Kette soll der Ex-Wal-Mart-Manager David Porter sein. Porter, der 25 Jahre für den weltgrößten Einzelhändler arbeitete, wird seine Arbeit am Montag aufnehmen, wie Microsoft weiter mitteilte. Mit dem Aufbau eines eigenen Filialnetzes folgt Microsoft dem Vorbild von Apple. Der Konzern hat inzwischen weltweit mehr als 200 eigene Geschäfte eröffnet. Sie gelten als wichtiger Grund für den Erfolg des Unternehmens. rtr

AIR FRANCE-KLM

In der Verlustzone gelandet

Europas führender Luftfahrtkonzern Air France-KLM ist im Schlussquartal 2008 mit einer halben Milliarde Euro in die Verlustzone geflogen. Der Umsatz habe bei 5,97 Milliarden Euro stagniert, teilte Air France-KLM in Paris mit. Die Gewinnlage habe sich jedoch in Jahresfrist um 644 Millionen Euro verschlechtert und es sei ein Fehlbetrag von 505 Millionen Euro angefallen. Weil die Konjunktur sich weiter verschlechtert, senkt die Gesellschaft ihre Kapazitäten für den Sommerflugplan um zwei Prozent. dpa

PEPSI CO

Gewinneinbruch verbucht

Der Softdrink- und Snackhersteller Pepsi Co hat zuletzt trotz steigender Umsätze wegen seines Konzernumbaus deutlich weniger verdient. Der Überschuss brach im Schlussquartal 2008 durch hohe Kosten für den Stellenabbau und Abschreibungen um 43 Prozent auf 719 Millionen Dollar ein. Der Umsatz wuchs trotz Wirtschaftskrise durch einen höheren Absatz um drei Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar (9,9 Milliarden Euro), wie Pepsi in Purchase (US-Bundesstaat New York) mitteilte. dpa

PERNOD RICARD

Spirituosenbrenner steigert Gewinn

Der französische Wein- und Spirituosenhersteller Pernod Ricard hält trotz Krise am Ziel eines Milliardengewinns im Gesamtjahr fest. Die Aussichten für das zweite Halbjahr seien zwar noch unklar, der Wein- und Spirituosenmarkt zeige bislang aber große Widerstandskraft, erklärte der „Absolut“-Wodka-Besitzer. Der Konzern rechnet in vielen Ländern mit einer Steigerung der Marktanteile. Für das Geschäftsjahr 2008/09 rechnet der Konzern mit einem Nettogewinn von über einer Milliarde Euro. rtr

ROSENTHAL

Besteckhersteller ist Kauf-Favorit

Der insolvente Porzellanhersteller Rosenthal mit 1300 Mitarbeitern in Deutschland soll bis Ende März von dem italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno übernommen werden. Insolvenzverwalter Volker Böhm sagte: „Ich gehe davon aus, dass in vier bis sechs Wochen Klarheit geschaffen werden kann und Verträge unterschrieben werden können.“ Es gebe noch fünf weitere ernsthafte Interessenten, aber er erwarte einen baldigen Abschluss mit dem zurzeit wahrscheinlichen Käufer. AP

VOLKSWAGEN

Stimmrechtsanteil bei Scania wird auf knapp 72 Prozent aufgestockt

Volkswagen stockt seinen Anteil beim schwedischen Lkw-Hersteller Scania auf. Der Wolfsburger Autobauer übernimmt Aktien im Wert von rund 395 Millionen Euro, wie VW am Freitagabend in Wolfsburg mitteilte. Damit erhöht Volkswagen seinen Anteil an Scania auf mehr als 49 Prozent des Kapitals. Der Stimmrechtsanteil erhöht sich auf knapp 72 Prozent. Nach der Mehrheitsübernahme von Porsche bei VW musste der Stuttgarter Sportwagenbauer ein Pflichtangebot für Scania abgeben. Porsche hat jedoch kein strategisches Interesse an dem Lkw-Hersteller. dpa

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