Wirtschaft :   UNTERNEHMEN  

THYSSEN-KRUPP

Tief in der Verlustzone

Die sich verschärfende Krise beim Stahl hat den deutschen Branchenprimus Thyssen-Krupp in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2008/2009 tief in die roten Zahlen gedrückt. Auch für das Gesamtjahr rechne das Unternehmen mit einem Verlust, teilte der Konzern überraschend am Dienstag mit. Noch vor wenigen Wochen hatte der Konzern für das Gesamtjahr schwarze Zahlen angekündigt. Das Ergebnis vor Steuern brach im zweiten Quartal um knapp 1,2 Milliarden Euro auf minus 455 Millionen Euro ein. Unterm Strich ging das Ergebnis um 864 Millionen Euro auf minus 362 Millionen Euro zurück. dpa

EADS

Tochter Airbus macht Probleme

Die Airbus-Flaute und die Hängepartie beim Militärtransporter A400M haben den Flugtechnik- und Rüstungskonzern EADS in Turbulenzen gestürzt. Der Gewinn brach im ersten Quartal unerwartet stark um 40 Prozent auf 170 Millionen Euro ein. Obwohl das Raumfahrtgeschäft um ein Fünftel expandierte, riss das magere Airbus-Geschäft den Konzernumsatz um 14 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro nach unten. Allerdings steht EADS mit 8,7 Milliarden Euro netto in der Kasse und einem Auftragspolster bis 2013 auf solidem Fundament. „Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt EADS in guter Verfassung“, sagte Konzernchef Louis Gallois am Dienstag. dpa

REEMTSMA

Gutes Ergebnis trotz Rauchverboten

Beim zweitgrößten deutschen Zigarettenkonzern Reemtsma laufen die Geschäfte trotz Wirtschaftskrise und Rauchverboten gut. Die Tochter des britischen Konzerns Imperial Tobacco verkaufte im ersten Geschäftshalbjahr (31. März) 11,6 Milliarden Zigaretten. Das sind zwölf Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wobei erstmals die Marken des übernommenen Unternehmens Altadis (Gauloises, Gitanes) voll einbezogen wurden. Dadurch stiegen der Halbjahresumsatz um 24 Prozent auf 405 Millionen Euro und der operative Gewinn um 31 Prozent auf 197 Millionen Euro. dpa

LUFTHANSA

AUA-Übernahme rückt näher

Die Deutsche Lufthansa hat bei der geplanten Übernahme der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AUA) eine entscheidende Hürde genommen. Bis Ablauf der Frist am Montagabend wurden der Fluggesellschaft nach ersten Berechnungen mehr als 85 Prozent der AUA-Aktien angeboten. Nun muss allerdings noch die EU-Kommission einer Staatshilfe der Regierung in Wien in Höhe von 500 Millionen Euro zustimmen, zudem steht die kartellrechtliche Genehmigung noch aus. Unterdessen ging die Zahl der Lufthansa-Passagiere weiter zurück. Im April flogen rund 5,9 Millionen Gäste und damit 4,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor mit der Lufthansa. dpa/rtr

NISSAN

Erstmals seit Jahren mit Verlust

Der japanische Renault-Partner Nissan hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen der Absatzkrise erstmals seit neun Jahren Verluste eingefahren. Unterm Strich fiel zum Bilanzstichtag 31. März ein Fehlbetrag von 233,7 Milliarden Yen (1,62 Milliarden Euro) an. Das Ergebnis ist allerdings besser als zuvor erwartet. Im Februar war Nissan noch von einem Fehlbetrag von umgerechnet 1,75 Milliarden Euro ausgegangen. Wie der Branchenprimus Toyota rechnet auch Nissan damit, dieses Jahr erneut Verluste einzufahren, und zwar von noch 170 Milliarden Yen. dpa

MAZDA

Absatzkrise trifft Autobauer hart

Der japanische Autobauer Mazda ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Verlustzone gerutscht. Wie der in Hiroshima ansässige Konzern bekannt gab, fiel zum Bilanzstichtag 31. März ein Fehlbetrag von netto rund 71,5 Milliarden Yen (536 Millionen Euro) an. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte die Mazda Motor Corp. noch einen Gewinn von 91,8 Milliarden Yen eingefahren. In operativer Rechnung fiel angesichts der globalen Absatzkrise ein Minus von rund 28,4 Milliarden Yen an, bei einem Umsatzrückgang von 27 Prozent auf 2,54 Billionen Yen. dpa

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