Wirtschaft : UNTERNEHMEN

DAIMLER UND BMW

Talfahrt im Juni verlangsamt

Nach einer monatelangen Durststrecke hat sich die Talfahrt der Autobauer BMW und Daimler im Juni zumindest verlangsamt. Das Stuttgarter Unternehmen meldete am Dienstag einen Absatz von 111 300 Fahrzeugen für seine Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars (Mercedes, AMG, Smart, Maybach). Dies waren 6,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Mai hatte das Minus noch bei 12,4 Prozent gelegen. Bei BMW lag der Rückgang mit 127 546 verkauften Autos zwar noch 12,7 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Auch hier fiel das Minus aber deutlich geringer aus als in den Vormonaten. Im Mai war der Absatz noch um mehr als 18 Prozent gesunken, zu Jahresbeginn hatten die Verkaufszahlen sogar um fast ein Viertel unter den Vorjahreswerten gelegen. dpa

OPEL

BAIC stellt China-Werk in Aussicht

Im Bieterrennen um den angeschlagenen Autobauer Opel wirbt der chinesische Hersteller BAIC mit dem Versprechen einer großangelegten Expansion nach China für seine Offerte. Mit dem Zugang zu dem am schnellsten wachsenden Automarkt der Welt würde Opel zu einer globalen Marke, heißt es in einem Brief von BAIC an die insolvente Opel-Muttergesellschaft General Motors. Zunächst würden Opel-Fahrzeuge nach China importiert werden, bevor 2012 dann die einheimische Produktion starte. Bis 2015 sollten jährlich 485 000 Opel in China verkauft werden. Rund 2,25 Milliarden Dollar werde BAIC in die Expansion investieren. BAIC biete für 51 Prozent an Opel 660 Millionen Euro an Eigenkapital, heißt es in dem Brief weiter. Das Angebot kalkuliert staatliche Garantien in Höhe von 2,64 Milliarden Euro mit ein, weit weniger als das konkurrierende Angebot des Autozulieferers Magna. rtr

LEAR

US-Autozulieferer in Gläubigerschutz

Als weiteres prominentes Opfer der Automobilkrise hat der US-Zulieferer Lear Insolvenz angemeldet. Der zu den weltgrößten Autositz-Herstellern zählende Konzern will sich nun unter Gläubigerschutz sanieren. Den verbliebenen Vermögenswerten von knapp 1,3 Milliarden Dollar stünden Schulden von mehr als 4,5 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) gegenüber, gab Lear am Dienstag in Dokumenten für das Insolvenzgericht bekannt. Mit der Mehrheit der Kreditgeber sei bereits ein Rettungsplan samt Finanzierung ausgearbeitet. dpa

EON

Ausbau der Solarsparte in Frankreich

Der größte deutsche Energiekonzern Eon treibt den Ausbau seiner Geschäfte in der Solarenergie voran: In Frankreich übernahm der Strom- und Gasversorger den Photovoltaik- Entwickler Société Conilhac, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Durch den Erwerb gewinne Eon kurzfristig das Know-how für die Umsetzung von Solarprojekten im industriellen Maßstab. Die Düsseldorfer hatten vor wenigen Wochen eine eigene Solarmodulfabrik in Magdeburg und ihren ersten Solarpark in Südfrankreich eröffnet. dpa

IKEA

Kein Personalabbau in Deutschland Stockholm - Der schwedische Möbelhändler Ikea will wegen rückläufiger Umsatzzahlen Jobs abbauen, die 13 600 Beschäftigen in den deutschen Einrichtungshäusern aber verschonen. Ikea Deutschland plane derzeit keine Stellenstreichungen, sondern halte an seinen Expansionsplänen fest, teilte Ikea Deutschland am Dienstag im hessischen Hofheim mit. Ikea Deutschland betreibt derzeit 45 Einrichtungshäuser, Ende 2010 soll ein weiteres in Berlin hinzukommen. dpa

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