Wirtschaft : UNTERNEHMEN

HAPAG-LLOYD

Milliardenhilfe für Reeder

Hannover - Die durch den Einbruch des Welthandels ins Schlingern geratene Container-Reederei Hapag-Lloyd soll Kreisen zufolge Hilfen von insgesamt 1,75 Milliarden Euro erhalten. Die Gesellschafter wollen zusammen 750 Millionen frisches Kapital zur Verfügung stellen, wovon allein Tui 325 Millionen geben soll. Beim Staat will sich die Reederei ebenfalls um Hilfen bemühen. Vorgesehen sei, „dass die KfW einen Kredit von 300 Millionen Euro gibt und der Bund Bürgschaften von 700 Millionen Euro“, CELESIO AG]sagte ein Insider./CELESIO AG] rtr

CELESIO

Weg frei für den Kauf von Panpharma Stuttgart - Der Aufsichtsrat des Pharmagroßhändlers Celesio hat der Übernahme des brasilianischen Konkurrenten Panpharma zugestimmt. Damit sei der Weg für den Kauf von 50,1 Prozent an den Brasilianern frei, teilte Celesio mit. Der Vorstand hatte die Übernahme vergangene Woche bekannt gegeben, bevor der Aufsichtsrat darüber abstimmen konnte. Letzterer hatte zunächst kein grünes Licht erteilt. Celesio gehört mehrheitlich zum Düsseldorfer Haniel-Konzern. Panpharma gilt mit einem Marktanteil von rund 17 Prozent als führendes Unternehmen im brasilianischen Pharmagroßhandel und setzte 2008 rund eine Milliarde Euro um. dpaCELESIO AG]

LUFTHANSA

Übernahme von AUA unsicher

Brüssel/Wien - Die Übernahme der angeschlagenen Fluglinie Austrian Airlines (AUA) durch die Lufthansa droht zu scheitern. Bis Montagmorgen soll die größte deutsche Airline der EU-Kommission weitere Zugeständnisse machen, damit die Behörde die Übernahme noch im Juli genehmigen kann, hieß es aus Brüssel. Am 31. Juli läuft das öffentliche Übernahmeangebot der Lufthansa für die AUA aus. Die Kommission verlangt für den Erhalt des Wettbewerbs in der Branche Zugeständnisse von der größten deutschen Airline. Die Lufthansa wollte sich nicht klar dazu äußern, ob sie der EU bei dieser Forderung nachgibt. „Unser Angebot liegt vor“, sagte eine Sprecherin. dpa

PROSIEBENSAT.1

Streit kann in neue Runde gehen

München - Der Streit zwischen dem Medienhaus Axel Springer und den Aufsichtsbehörden um die untersagte Übernahme des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 2006 könnte bald in die nächste Runde gehen. Wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mitteilte, wurde die Berufung von Springer gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts München vom November 2007 zwar abgewiesen. Gleichzeitig ließen die Richter aber eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht zu. Eine Springer-Sprecherin sagte, über eine Revision sei noch nicht entschieden. Der Schritt sei aber wahrscheinlich. dpa

RWE

Investition in Solarkraftwerk

München - Der Energiekonzern RWE steigt zusammen mit Partnern beim Bau eines Solarkraftwerkes in Südspanien ein. Dazu würden 74 Prozent an der Projektgesellschaft, die bisher der Erlanger Firma Solar Millennium und dem Projektentwickler MAN Ferrostaal über eine Vorschaltgesellschaft gehörten, an RWE und RheinEnergie sowie die Stadtwerke München (SWM) veräußert, teilten die Beteiligten mit. Der Bau des Kraftwerkes „Andasol 3“ mit einer Leistung von 50 Megawatt hat bereits begonnen. Die Investitionen für das Werk werden auf etwa 350 bis 400 Millionen Euro geschätzt. Den größten Anteil davon wollen die SWM beisteuern. München solle die erste deutsche Großstadt werden, in der alle Privathaushalte mit Öko-Strom versorgt werden könnten, der in eigenen Anlagen produziert werde, erklärte SWM-Chef Kurt Mühlhäuser. dpa

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