Wirtschaft : UNTERNEHMEN

FIAT

Weniger verloren als erwartet

Der italienische Fiat-Konzern schlägt sich in der Wirtschaftskrise besser als erwartet. Der Umsatz sackte im zweiten Quartal verglichen mit dem Vorjahr um 22,5 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro ab. Der operative Gewinn sank von 1,13 Milliarden Euro auf 310 Millionen Euro. Dennoch überraschte der Konzern Analysten, die mit schlechteren Zahlen gerechnet hatten. Fiat schloss das zweite Quartal mit einem Nettoverlust von 179 Millionen. Im selben Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von 646 Millionen Euro verzeichnet. Der Autobauer bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2009: Man rechne mit einem operativen Gewinn von über einer Milliarde Euro und einer Verschuldung von unter fünf Milliarden. Die Autosparte verzeichnete Verluste. Inklusive der Marken Maserati und Ferrari sank der Umsatz um 11,1 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. dpa

PRAKTIKER

Baumarkt schreibt rote Zahlen

Der Baumarktkonzern Praktiker hat das erste Halbjahr 2009 mit einem Verlust von 2,2 Millionen Euro abgeschlossen. Verbesserungen vor allem beim Inlandsgeschäft im zweiten Quartal konnten den schlechten Start ins Jahr nicht wettmachen. Zudem steigerte das aggressive Marketing bei Praktiker zwar den Umsatz, minderte aber die Gewinnmarge der Gruppe, zu der auch die Baumarktkette Max Bahr gehört. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um 5,1 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatz in Deutschland lag ein Prozent unter dem Vorjahreswert, im Ausland sank er um 15 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) sackte um 68 Prozent auf 18,9 Millionen Euro. AP

WINCOR NIXDORF

Enttäuschender Ausblick

Erstmals seit dem Börsengang vor fünf Jahren wird der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf Umsatz- und Gewinnrückgänge verbuchen. Nach unerwartet hohen Einbußen im dritten Quartal verabschiedete sich Firmenchef Eckard Heidloff am Mittwoch von seinem Ziel, im Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende September) die Rekordwerte des Vorjahres zu halten und zeigte sich auch für die weitere Entwicklung pessimistisch. Im dritten Quartal gingen die Erlöse um elf Prozent auf 496 Millionen Euro zurück. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) sank um 31 Prozent auf 35 Millionen Euro und netto um 28 Prozent auf 23 Millionen Euro. rtr

SCHLOTT

Druckkonzern rutscht weiter ab

Europas zweitgrößter Katalog- und Zeitschriftendrucker Schlott rutscht wegen des Konjunktureinbruchs immer tiefer in die Verlustzone. Der operative Verlust (Ergebnis vor Steuern) vergrößerte sich in den Monaten April bis Juni von sieben auf 7,8 Millionen Euro. Dazu trugen auch negative Wechselkurseinflüsse und die Sanierungskosten bei. Der Umsatz brach im dritten Quartal 2008/09 (30. September) um rund 19 Prozent auf 83 Millionen Euro ein. Der übliche Umsatzanstieg im dritten Quartal sei ausgeblieben, teilte das Unternehmen mit. Schlott konkurriert vor allem mit Europas Marktführer Prinovis – einem Joint Venture von Springer und Gruner+Jahr. rtr

SOFTWARE AG

Wachstum trotz Krise

Ungeachtet der Wirtschaftskrise bleibt die Darmstädter Software AG auf Wachstumskurs. Deutschlands zweitgrößter Software-Hersteller steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 176,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 44,2 Millionen Euro, der Überschuss stieg um sieben Prozent auf 28,8 Millionen Euro. Die Softwareschmiede hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, den Entwickler und Dienstleister IDS Scheer aus Saarbrücken für 487 Millionen Euro übernehmen zu wollen. dpa

SOFTWARE AG]

BOEING

Airbus-Rivale verdient mehr

Boeing hat seinen Gewinn im zweiten Quartal trotz der Branchenflaute um 17 Prozent gesteigert. Der weltweit zweitgrößte Flugzeugbauer verdiente nach eigenen Angaben vom Mittwoch 998 Millionen Dollar nach 852 Millionen im Vorjahr. Als Grund nannte Boeing Kostensenkungen und gute Geschäfte im Rüstungsbereich. Zudem hatte der Konzern im zweiten Quartal 2008 noch eine Strafe von 22 Cent je Aktie für die verspätete Auslieferung von Militärflugzeugen zahlen müssen. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 17,15 Milliarden Dollar. AP

PEPSI

Konsumenten trinken weniger

Der US-Getränke- und Snackhersteller PepsiCo hat im zweiten Quartal wegen der Konsumflaute auf seinem Heimatmarkt weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Der Überschuss ging von 1,71 auf 1,67 Milliarden Dollar zurück. Beim Umsatz verbuchte der Konzern einen Rückgang um drei Prozent auf rund 10,6 Milliarden Dollar. Belastet hat den Konzern auch der starke Dollar. dpa

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