Wirtschaft : UNTERNEHMEN

ESCADA

Insolvenz angemeldet

Die Pleite des Luxusmodekonzerns Escada mit weltweit rund 2300 Beschäftigten ist besiegelt. Am Donnerstag stellte das Unternehmen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München. Nach dem Scheitern des Rettungsplans war der Schritt unausweichlich geworden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Christian Gerloff bestimmt. In Deutschland hat Escada rund 600 Beschäftigte. dpa

RWE

Gewinn steigt

Der Energiekonzern RWE hat in der Wirtschaftskrise seinen Gewinn gesteigert und neue Kunden gewonnen. Dank höherer Strompreise und eines Gewinnsprungs im schwankungsanfälligen Handelsgeschäft kletterte das betriebliche Ergebnis im ersten Halbjahr um vier Prozent auf gut vier Milliarden Euro. Die Stromnachfrage der Industriekunden sei zwar wegen der Konjunkturflaute schwächer gewesen. RWE habe aber seit Jahresbeginn 60 000 Kunden hinzugewonnen. rtr

SALZGITTER

Verlust erwartet

Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter rechnet angesichts der Wirtschaftskrise auch für das Gesamtjahr mit einem Verlust. Eine nachhaltige Wende am Stahlmarkt sei trotz positiver Signale bisher noch nicht erkennbar, teilte das Unternehmen mit. Im ersten Halbjahr sei unter dem Strich ein Fehlbetrag von 165 Millionen Euro verbucht worden. Auch in der zweiten Jahreshälfte werde mit einem – wenn auch geringeren – Verlust gerechnet. Erst gegen Jahresende könnten wieder nahezu ausgeglichene Monatsergebnisse erzielt werden. dpa

UNITED INTERNET/FREENET

Erwartungen übertroffen

Die Telekommunikations- und Internetfirmen Freenet und United Internet haben mit ihren Quartalszahlen die Analystenerwartungen übertroffen. Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter Freenet hielt sich von April bis Juni trotz Restrukturierungskosten in den schwarzen Zahlen. Sein Großaktionär United Internet legte beim operativen Gewinn überraschend zu und hob sogar die Prognosen für das Gesamtjahr an. Im zweiten Quartal verdiente Freenet vor Steuern 2,6 Millionen Euro. Der Umsatz sprang auf 913 Millionen Euro. United Internet erzielte im zweiten Quartal ein operatives Ergebnis von 77,3 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern und setzte 421,1 Millionen Euro um. rtr

SKY

Abosender tief in den roten Zahlen

Die Umbenennung von Premiere in Sky kommt den Abosender teuer zu stehen. Im zweiten Quartal rutschte das Unternehmen wegen Abschreibungen in Höhe von fast 254 Millionen Euro auf seinen früheren Markennamen Premiere deutlich tiefer in die roten Zahlen. Unter dem Strich fiel im zweiten Quartal ein Verlust von 366 Millionen Euro an. Der Umsatz ging um 8,5 Prozent auf 230,6 Millionen Euro zurück. Dennoch sieht sich das Unternehmen einen Monat nach der Namensänderung im Plan. „Wir sind zufrieden mit dem Start unter neuem Namen“, sagte Sky-Chef Mark Williams. dpa

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