Wirtschaft :   UNTERNEHMEN  

HOCHTIEF

Volle Auftragsbücher

Deutschlands führendem Baukonzern Hochtief hat die weltweite Wirtschaftskrise bislang weniger zu schaffen gemacht als erwartet. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und erreichen zum Ende des zweiten Quartals mit einem Bestand von 33,11 Milliarden Euro eine rechnerische Auslastung von 19 Monaten. Das ist Unternehmensrekord. Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter bekräftigte am Freitag deshalb auch die Jahresprognose, den Rekord beim Ergebnis vor Steuern und Überschuss von 2008 zu wiederholen. Im zweiten Quartal verbuchte Hochtief einen Gewinn vor Steuern von 160,7 Millionen Euro, der unter anderem wegen Währungseffekten niedriger ausgefallen sei als im Vorjahr (188,9 Millionen). Der Gewinn ging von 47 Millionen auf 43,9 Millionen Euro zurück. Der Umsatz sank auf 4,73 Milliarden Euro. dpa

ZAPF CREATION

Hoffnung auf das zweite Halbjahr

Der Puppenhersteller Zapf Creation bekommt die Konsumflaute massiv zu spüren. Der Umsatz brach im ersten Halbjahr um rund ein Drittel auf 19,6 Millionen Euro ein. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2008 von minus sieben Millionen auf minus 10,7 Millionen Euro. Es sei in einem schwierigen Markt nur zum Teil gelungen, bei den Handelspartnern die vollen Preise durchzusetzen, teilte das Unternehmen in Rödental mit. Im zweiten Halbjahr sollen Produktneuheiten dazu beitragen, den Rückgang der Erlöse zu verlangsamen, erklärte Vorstandschef Stephan Brune. dpa

BOEING

Neue Pannen beim Dreamliner

Die Pannenserie des US-Flugzeugbauers Boeing bei seinem Prestigeprojekt Dreamliner reißt nicht ab. Der Rivale des europäischen Herstellers Airbus kämpft mit noch mehr Problemen als bisher eingestanden. Wegen neuer Fehler musste der Konzern die Produktion neuer Rumpfteile für die schon über zwei Jahre verspätete Boeing 787 in einem Werk des italienischen Partners Alenia stoppen. Der Grund seien Fehler in der Außenhaut der Kohlefaser-Konstruktion, sagte eine Boeing-Sprecherin. Erst im Juni hatte der Flugzeugbauer völlig überraschend den Erstflug des Langstreckenflugzeugs bereits zum fünften Mal auf noch unbestimmte Zeit verschoben. dpa

FREENET

Online-Vorstand legt Amt nieder

Das Telekommunikationsunternehmen Freenet verliert seinen Online-Vorstand. Eric Berger habe sein Amt zum 30. September niedergelegt, teilte Freenet mit. Ein Firmensprecher sagte, dies sei auf eigenen Wunsch Bergers geschehen. Berger bleibe der Gesellschaft als Berater bis Ende März 2010 verbunden. Berger ist seit 1999 im Konzern tätig, zuletzt als Vorstand für die Online-Dienste. rtr

ERSOL

Solarfirma schreibt Millionenverlust

Erfurt - Das Geschäft des Erfurter Solarzellenherstellers Ersol ist im ersten Halbjahr 2009 eingebrochen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 44 Prozent auf 72,9 Millionen Euro, wie das zum Bosch-Konzern gehörende Unternehmen am Freitag mitteilte. Unter dem Strich verbuchte Ersol einen Verlust von rund 15,8 Millionen Euro – nach einem Gewinn von 11,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008. Ursache seien der Preisverfall und die Nachfrageschwäche bei Solartechnik. dpa

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