Wirtschaft : UNTERNEHMEN

AIR BERLIN

Hedgefonds steigt ein

Air Berlin hat einen neuen Anteilseigner. Der Hedgefonds Blue-Bay habe für zwei seiner Fondsanteile an einer Wandelanleihe der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft erworben, teilte Air Berlin mit. Würden die Papiere in Aktien umgewandelt, käme Blue-Bay derzeit auf 5,2 Prozent der Stimmrechte. Nach einer vollständigen Wandlung der Anleihe in Aktien läge der Anteil noch bei 3,7 Prozent. Blue-Bay Asset Management ist eine in London börsennotierte Investmentgesellschaft. Air Berlin hatte sich mit einer Wandelanleihe über 125 Millionen Euro frisches Kapital besorgt. Mit einem Teil des Geldes will die Fluggesellschaft langfristige Schulden ablösen. rtr

VW

Flotte verfehlt Klimaschutzziele

Europas größter Autobauer Volkswagen hat bei der Umweltfreundlichkeit seiner Autos aufgeholt, ist aber von den Klimaschutzzielen der Europäischen Union noch deutlich entfernt. Im vergangenen Jahr lag der Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) bei der Neuwagenflotte des Konzerns im Durchschnitt bei 159 Gramm pro Kilometer. Das geht aus dem Nachhaltigkeitsbericht hervor, den VW am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. 2007 lag der Wert bei 164 Gramm. Zielmarke von VW ist ein Wert von rund 130 Gramm bis 2015, um die Vorgaben der EU zu erfüllen. „Wir werden dies auch erreichen“, sagte Günter Damme, Leiter Umwelt des Konzerns.dpa

BMW

Produktion des X1 läuft an

Der Autobauer BMW hat am Dienstag in seinem Leipziger Werk die Serienfertigung des neuen Geländewagens X1 begonnen. Die Tagesproduktion steigt auf die Rekordzahl von 730 Autos. Zusätzlich wird im September an vier Samstagen jeweils eine Sonderschicht gefahren, teilte das Unternehmen mit. In Leipzig werden drei 1er-Modelle sowie 3er-Limousinen gefertigt. Die Leipziger Mannschaft von 2600 Beschäftigten wird von 200 Mitarbeitern aus bayerischen Werken verstärkt. Hinzu kommen je nach Bedarf 200 bis 300 Leiharbeiter. Auf dem Werksgelände sind insgesamt 4700 Menschen beschäftigt. Das neue Modell steht vom 24. Oktober an bei den Händlern. dpa

SKYPE

Ebay verkauft Internettelefondienst

Der Internettelefonie-Dienst Skype ist an eine Investorengruppe verkauft worden. Das Internet-Auktionshaus Ebay gab die Mehrheit von 65 Prozent für rund 1,9 Milliarden Dollar ab. Zu den Käufern gehört die von dem Internet-Pionier Marc Andreessen gegründete Risikokapital-Firma Andreessen Horowitz. Ebay behält 35 Prozent an dem Dienst, mit dem die Nutzer über das Internet telefonieren können. Insgesamt wird Skype bei dem Geschäft mit 2,75 Milliarden Dollar bewertet. Ebay hatte 2005 2,6 Milliarden Dollar für Skype bezahlt. dpa

SANOFI-AVENTIS

Pharmakonzern will zukaufen

Der französische Pharmakonzern Sanofi- Aventis will das laufende Geschäftsjahr mit einem „starken Wachstum“ abschließen und weitere Zukäufe tätigen. „Wir haben bei Vorlage unserer Halbjahreszahlen unsere Gewinnprognose angehoben und sehen uns weiter auf Kurs,“ sagte Finanzvorstand Jérôme Contamine. Mit freien Mitteln von 4,5 Milliarden Euro pro Jahr habe der Konzern, in dem auch die deutsche Hoechst AG aufgegangen ist, die Möglichkeit, nach den jüngsten Übernahmen weitere Zukäufe zu tätigen. Zuletzt hatte Sanofi-Aventis das Generikageschäft mit Übernahmen in Brasilien, Mexiko und Tschechien gestärkt. dpa

NOKIA SIEMENS NETWORKS

Sorgenkind bekommt neuen Chef

Führungswechsel beim Netzwerk-Ausrüster Nokia Siemens Networks (NSN), einem Sorgenkind des Handy-Weltmarktführers aus Finnland: Rajeev Suri ersetzt Anfang Oktober Simon Beresford-Wylie, wie das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens am Dienstag im finnischen Espoo bei Helsinki mitteilte. Suri leitet derzeit das Dienstleistungsgeschäft. Im zweiten Quartal sank der Umsatz bei NSN um ein Fünftel. dpa

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