Wirtschaft : UNTERNEHMEN

DEUTSCHE BANK

Teile von ABN Amro gekauft

Die Deutsche Bank kommt beim Verkauf von Teilen der verstaatlichten Bank ABN Amro doch zum Zug. Das niederländische Finanzministerium teilte am Dienstag mit, es habe sich mit der größten deutschen Bank über den Verkauf der Mittelstandsbank Hollandsche Bank Unie (HBU) geeinigt. Die Deutsche Bank hatte die Gespräche eigentlich im September platzen lassen, war dann aber an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Nach der ursprünglichen, vor mehr als einem Jahr getroffenen Vereinbarung sollte sie 709 Millionen Euro zahlen. rtr

SIEMENS

Griechischer Ex-Manager kommt frei

Der frühere Siemens-Manager Michael Christoforakos ist nach monatelanger Auslieferungshaft wieder auf freiem Fuß. Der Haftbefehl gegen den Deutsch-Griechen sei gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, erklärte das Oberlandesgericht Bamberg am Dienstag. Demnach musste Christoforakos auch eine Kaution von 250 000 Euro hinterlegen. Die griechische Justiz wirft dem ehemaligen Siemens-Landeschef in Griechenland Geldwäsche, Korruption und Betrug vor. Er und ein weiterer Siemens-Manager hatten sich nach Deutschland abgesetzt. dpa

NOKIA

Ex-Mitarbeiter erhalten Millionen

Die EU greift den ehemaligen Nokia-Mitarbeitern in Bochum mit fast 5,6 Millionen Euro unter die Arme. Das EU-Parlament bewilligte am Dienstag in Straßburg die Auszahlung aus dem EU-Globalisierungsfonds, mit der die Umschulung und Wiedereingliederung der mehr als 1 300 entlassenen Arbeitnehmer unterstützt werden soll. Das Bochumer Werk war im vergangenen Jahr geschlossen worden. Obwohl das Nokia-Werk in den EU-Staat Rumänien verlegt wurde, bewilligte die EU den Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen auf Fördermittel. Die Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sind bereits angelaufen. Nordrhein-Westfalen beziffert die Kosten auf rund 11,1 Millionen Euro, von denen die EU nun die Hälfte übernimmt. AP

ADECCO

Schweizer werden Weltmarktführer

Mit der Übernahme des US-Konkurrenten MPS Group stößt der Personalvermittler Adecco beim lukrativen Geschäft mit der Fachkräftevermittlung an die Weltspitze vor. Insgesamt bieten die Schweizer für den Spezialisten bei der Vermittlung von Personal für die Bereiche Buchhaltung, Rechtswesen, IT und Gesundheit rund 1,3 Milliarden Dollar. Analysten zufolge ist der Kaufpreis mit einem Aufschlag von rund 24 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag recht hoch angesetzt. Mit dem Zukauf wächst der Anteil der Fachkräftevermittlung am Adecco-Geschäft auf rund ein Viertel. rtr

TRUMPF

Maschinenbauer erwartet Verluste

Der schwäbische Maschinenbauer Trumpf rüstet sich für eine länger andauernde Krise. Für das laufende Geschäftsjahr kann Trumpf rote Zahlen nicht mehr ausschließen. „Sollte sich die Auftragslage nicht deutlich verbessern, ist ein Verlust unvermeidbar“, sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. Im vergangenen Geschäftsjahr waren beim Weltmarktführer für Lasertechnik die Auftragseingänge um ein Drittel auf 1,4 Milliarden Euro geschrumpft. Diese Größenordnung wird nach Angaben von Finanzchef Harald Völker mindestens gebraucht, um kostendeckend arbeiten zu können. Nach einem Vorsteuergewinn von 52,2 Millionen Euro gab es nun nur noch einen Gewinn von 19 Millionen Euro. HB

HSH NORDBANK

Landesbank beruft neue Vorstände

Die HSH Nordbank hat nach monatelanger Suche zwei neue Vorstandsmitglieder berufen. Der 56-jährige Constantin von Oesterreich kommt von der Deutschen Bank und übernimmt das Risikomanagement, teilte der Aufsichtsrat am Dienstag mit. Bisher hatte Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher das Ressort selbst geleitet. Martin von Gemmeren (39), der seit 2006 für die Landesbank arbeitet, soll die neue Abbaubank leiten. Die Bankenaufsicht hatte eine Aufstockung des Vorstands angemahnt. dpa

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