Wirtschaft : UNTERNEHMEN  

BAYERN-LB

Staatsanwalt weitet Ermittlung aus

Nach dem Milliardendebakel der BayernLB in Österreich sind weitere Beteiligte ins Visier der Staatsanwaltschaft München geraten. Die Ermittlungen seien ausgeweitet worden, teilte die Behörde mit. Neben dem früheren BayernLB-Chef Werner Schmidt seien weitere Personen betroffen. Es gehe auch nicht mehr nur um den Verdacht der Untreue, sondern um weitere Straftatbestände. Einzelheiten nannte die Behörde nicht. Von dem Verfahren seien derzeit weder aktive noch ehemalige Mitglieder des BayernLB-Verwaltungsrates betroffen. In dem Gremium trugen auch hochrangige Politiker Verantwortung. dpa

DOUGLAS

Weihnachtsgeschäft lief gut

Die Wirtschaftskrise macht dem Handelskonzern Douglas vor allem im Ausland zu schaffen. „Mit voller Wucht“ traf die Krise im vergangenen Geschäftsjahr Europas größte Parfümeriekette insbesondere in Spanien, Portugal, im Baltikum und in Ungarn. Der Gewinn brach in dem Ende September abgeschlossenen Jahr um mehr als 35 Prozent auf 62,8 Millionen Euro ein, wie die Douglas Holding mitteilte. Der Umsatz stieg jedoch um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. 50 unrentable Parfümerien sollen nun geschlossen werden. Den Start ins neue Geschäftsjahr bezeichnete Douglas-Chef Henning Kreke als „recht zufriedenstellend“. dpa

FREENET

Großaktionär Permira steigt aus

Der Finanzinvestor Permira beendet nach fast sechs Jahren sein Engagement im deutschen Telekomsektor. Permira trennte sich am Mittwoch für knapp 115 Millionen Euro vom Rest seiner Beteiligung am Mobilfunkdienstleister Freenet. 10,1 Prozent an Freenet seien innerhalb weniger Stunden zu je 8,90 Euro platziert worden, teilte Permira mit. Den Großteil der Beteiligung von ursprünglich 25 Prozent hatte die Permira-Holding Telco bereits im September für 180 Millionen Euro losgeschlagen. Damit bleiben Freenet nur noch die Rivalen United Internet (UI) und Drillisch als Großaktionäre. rtr

KRAFT

Jacobs entgeht Millionenstrafe

Die Preisabsprachen bei Kaffee wurden nach Angaben des Bundeskartellamtes dank der Mithilfe des Nahrungsmittelkonzerns Kraft aufgedeckt. Damit entging Kraft, Hersteller von „Jacobs Kaffee“, Cafe Hag und Onko, einer Millionenstrafe. Kraft Foods Deutschland sei eine Geldbuße gemäß der Bonusregelung des Bundeskartellamts erlassen worden, teilte das Amt mit. Es hatte Ende 2009 Strafgelder von insgesamt knapp 160 Millionen Euro gegen die Kaffeeröster Melitta, Dallmayr und Tchibo verhängt. rtr

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