Wirtschaft :   UNTERNEHMEN  

BNP PARIBAS

Französische Bank hakt Krise ab

Für Frankreichs größte Bank BNP Paribas ist die Finanzkrise vorbei. Nach der Rückzahlung von Staatshilfen und dem Comeback des Investmentbankings schmilzt nun auch der Berg aus faulen Krediten. Trotz Warnungen des Internationalen Währungsfonds geht das Institut, das auch in Deutschland vertreten ist, davon aus, künftig weniger Vorsorge als im Krisenjahr treffen zu müssen. Das erklärte Bankchef Baudouin Prot am Mittwoch. BNP Paribas hält nun knapp 1,9 Milliarden Euro als Rücklage vor. rtr

OTTO/QUELLE

EU-Komission erlaubt Verkauf

Der Hamburger Versandhändler Otto darf die Rechte an der Marke Quelle und das Russland-Geschäft des insolventen Konkurrenten wie geplant übernehmen. Die EU-Kommission gab am Dienstagabend nach eigener Auskunft grünes Licht für den im November beschlossenen Verkauf. Nach früheren Angaben von Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg zahlt Otto 65 Millionen Euro. rtr

ING DIBA

Versicherungssparte macht Verlust Der niederländische Finanzkonzern ING hat im vierten Quartal einen Nettoverlust von 712 Millionen Euro verbucht. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Gründe dafür waren die Rückzahlung von fünf Milliarden Euro Staatshilfen sowie Strafzahlungen an die EU. Auch der Gewinn der deutschen Direktbank-Tochter ING Diba ging im vierten Quartal um 24 Millionen Euro auf 65 Millionen Euro zurück. Im Gesamtjahr 2009 stand damit ein Fehlbetrag von 935 Millionen Euro in der Bilanz nach einem Verlust von 729 Millionen Euro im Jahr zuvor. rtr

DEUTSCHE BÖRSE

Konkurrenz vermiest das Geschäft

Frankfurt am Main - Die Deutsche Börse leidet unter der Konkurrenz kleiner alternativer Handelsplätze. Im vierten Quartal 2009 ist ein operativer Verlust in Höhe von 166,3 Millionen Euro entstanden nach einem Gewinn von 322,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Es ist der erste Verlust seit dem Börsengang 2001. Im Gesamtjahr 2009 verdiente die Börse aber netto 496,1 Millionen Euro (minus 52 Prozent). Bei der 400 Mitarbeiter umfassenden Führungsmannschaft sollen jetzt rund 80 Stellen gestrichen werden, wie Vorstandschef Reto Francioni am Mittwoch erklärte. rtr/HB

SALZGITTER

Stahlkonzern schreibt rote Zahlen

Frankfurt am Main - Die Wirtschaftskrise hat dem Stahlkonzern Salzgitter 2009 tiefrote Zahlen beschert. Vor Steuern schrieb der Konzern nach vorläufigen Daten einen Verlust von 495 Millionen Euro, teilte Salzgitter am Mittwoch mit. Wie Konkurrent Thyssen-Krupp machte Salzgitter im Schlussquartal aber eine Geschäftserholung aus. Endgültige Zahlen sollen am 5. März folgen. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben