Wirtschaft : UNTERNEHMEN

SIEMENS

Beschäftigte protestieren

Aus Sorge um ihre Arbeitsplätze sind am Montag erneut Beschäftigte der Siemens-IT-Dienstleistungssparte SIS auf die Straße gegangen. Mit den Demonstrationen wenden sich die Beschäftigten gegen die geplante Ausgliederung der Sparte. Nach Angaben der IG Metall beteiligten sich rund 700 Beschäftigte in München-Perlach an einem Protestzug, bei dem sie Spruchbänder mit Aufschriften wie „SIS gehört zu Siemens“ in die Höhe hielten. In Fürth hätten rund 400 Mitarbeiter protestiert und in Erlangen rund 130 Beschäftigte, erklärte die IG Metall. Auch an allen weiteren Standorten von Siemens IT Solutions and Services waren Aktionen geplant, bundesweit rechnete die Gewerkschaft mit rund 2000 Teilnehmern. dpa

DEUTSCHE TELEKOM

Weg für Fusion frei

Die EU-Kommission hat grünes Licht gegeben für den Zusammenschluss der britischen Mobilfunktöchter von France Télécom und Deutscher Telekom. Die Wettbewerbsaufsicht verhängte über Orange UK und T-Mobile UK jedoch Auflagen, die einen ausreichenden Wettbewerb am britischen Mobilfunkmarkt sicherstellen sollen. Eine Vereinbarung mit dem kleinsten Konkurrenten 3UK, der von Hutchison Whampoa kontrolliert wird, über den Zugang zum Funknetz müsse geändert werden, erklärte die EU-Kommission am Montag in Brüssel. Da durch die Fusion nur noch vier Anbieter auf dem britischen Markt verblieben, hätte 3UK sonst nicht überleben können. rtr

LANXESS

Chemiekonzern erhöht Prognose

Der Chemiekonzern Lanxess hat Ende 2009 dank einer starken Nachfrage aus Asien bessere Geschäfte gemacht als erwartet. Deshalb erhöhte der Konzern am Montag seine Gewinnprognose und stellte für das vergangene Jahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 450 bis 470 Millionen Euro in Aussicht. Im November hatte der Konzern noch 400 bis 420 Millionen angekündigt. Lanxess warnte aber vor überzogener Euphorie. Trotz der erfreulichen Entwicklung zum Jahresende seien die Auswirkungen der Krise in Europa und Nordamerika weiter deutlich spürbar. Zuletzt machten jedoch neben Lanxess auch Branchengrößen wie BASF oder der US-Konzern DuPont eine Erholung aus, insbesondere dank einer steigenden Nachfrage aus Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien. rtr

SOLARWORLD

Solarkonzern baut in Katar

Der Solarkonzern Solarworld baut in Katar zusammen mit einem lokalen Partner eine Fabrik zu Produktion von Silizium. Die Fabrik soll ab dem dritten Quartal 2012 zunächst 3600 Tonnen Polysilizium im Jahr herstellen, teilte der Bonner Konzern am Montag mit. An dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Qatar Foundation und der Qatar Development Bank halte Solarworld 29 Prozent. Beim Bau der Fertigung sei der schwäbische Anlagenbauer Centrotherm mit von der Partie. Das Projekt lassen sich die Unternehmen insgesamt 500 Millionen Dollar kosten. rtr

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