Wirtschaft : UNTERNEHMEN

TOYOTA

Regierung rügt Konzernchef

Nach dem Rückruf-Desaster beim Autobauer Toyota hat Japans Regierung Konzernchef Akio Toyoda die Leviten gelesen. Die technischen Mängel an Toyota- Fahrzeugen hätten nicht nur zu einem immensen Image-Schaden beim Unternehmen geführt, sondern auch Japans Ruf als High-Tech-Land einen Kratzer verpasst, sagte Ministerpräsident Yukio Hatoyama am Montag nach einem rund 20-minütigen Gespräch mit Toyoda. Die Regierung erwarte, dass Toyota das verlorengegangene Vertrauen zurückgewinne. Der Rückruf von etwa 8,5 Millionen Fahrzeugen wegen technischer Mängel hat das Geschäft von Toyota auf dem wichtigsten Absatzmarkt USA im Februar um knapp neun Prozent einbrechen lassen. rtr

AIG

MetLife kauft Lebensversicherung

Der Ausverkauf beim einst weltgrößten Versicherer AIG setzt sich fort: Für 15,5 Milliarden Dollar (11,3 Milliarden Euro) geht das Lebensversicherungsgeschäft außerhalb der USA an den Rivalen MetLife. Der in der Finanzkrise gestolperte US-Anbieter fädelte binnen einer guten Woche bereits den zweiten Milliarden-Deal ein. Die britische Prudential hatte sich zuvor für 35,5 Milliarden Dollar – die größte Transaktion aller Zeiten in der Branche – das Asien-Geschäft von AIG unter den Nagel gerissen. Der ehemalige Marktführer hat sich mit riskanten Wertpapieren verspekuliert und wurde zum größten Pleitekandidaten der Branche. Die US-Regierung musste das Unternehmen mit Hilfen von 182 Milliarden Dollar vor dem Aus retten und hält seitdem fast 80 Prozent der Anteile. rtr

SIEMENS

Industriesparte will in China zulegen

Der Technologiekonzern Siemens sieht eine Belebung im Industriegeschäft in China und hat seine Wachstumsziele bekräftigt. „Wir merken, dass es etwas anzieht“, sagte der China-Chef von Siemens, Richard Hausmann, in einer Telefonkonferenz. In diesem Jahr wolle man daher weiterhin doppelt so schnell wie die chinesische Wirtschaft zulegen und den Marktanteil in China so weiter ausbauen. Profitieren könne Siemens dabei auch von Projekten rund um die Weltausstellung Expo 2010 in Schanghai. In den vergangenen Jahren habe Siemens im Vorfeld der Expo Aufträge über gut eine Milliarde Euro gewonnen, sagte Hausmann. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Siemens in China rund 5,2 Milliarden Euro umgesetzt. dpa

AUDI

Marke läuft in China und USA gutSIEMENS AG]

Der Autobauer Audi hat seine jüngsten Verkaufserfolge im Februar fortgesetzt. Weltweit sei der Absatz im vergangenen Monat verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 19,9 Prozent auf 75 900 Fahrzeuge gestiegen, teilte die VW-Tochter mit. In den ersten beiden Monaten habe das Absatzwachstum 28,7 Prozent betragen, Audi brachte 153 700 Fahrzeuge an die Kunden. „Wir werden ein starkes erstes Quartal einfahren, vor allem dank unserer führenden Marktposition in China und Westeuropa. Aber auch in den USA entwickelt sich die Marke sehr gut“, erklärte Vertriebschef Peter Schwarzenbauer. In China verzeichnete Audi im Februar den größten Zuwachs mit rund 62 Prozent. Dort verkauften die Ingolstädter gut 15 000 Autos und damit fast so viele wie in Deutschland, wo der Absatz um gut drei Prozent zurückging. rtr

VULKAN

Ex-Vorstände stimmen Vergleich zu

Der jahrelange Rechtsstreit um die Pleite des Bremer Werftenverbundes Vulkan ist in Teilen beigelegt. Am Montag einigten sich die Kläger und zwei der vier Beklagten vor dem Oberlandesgericht auf einen Vergleich. Die beiden früheren Vulkan- Vorstandsmitglieder müssen je 80 000 Euro zahlen. Die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben hatte sie und zwei ihrer Vorstandskollegen auf jeweils knapp fünf Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Die Manager sollen dafür verantwortlich sein, dass für die Werft in Wismar bestimmte Fördergelder in Höhe von SIEMENS AG]194 Millionen Mark/SIEMENS AG] – knapp 100 Millionen Euro – im Konzern versickerten. dpa

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