Wirtschaft :   UNTERNEHMEN  

RATIOPHARM

Pfizer legt bindende Offerte vor

Der Bieterstreit um den Ulmer Arzneimittelhersteller Ratiopharm steuert auf eine Entscheidung zu. Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer aus den USA – seine Deutschlandzentrale ist in Berlin – wollte am gestrigen Mittwoch seine bindende Offerte einreichen, berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der isländische Generika-Hersteller Actavis, der von der Deutschen Bank unterstützt wird, werde in Kürze ein Gebot über mehr als drei Milliarden Euro präsentieren, sagten Insider. Auch der dritte Bieter Teva aus Israel werde sein finales Angebot vorlegen. Die Frist für bindende Gebote läuft Insidern zufolge am heutigen Donnerstag aus. Ein Verkaufspreis von mehr als drei Milliarden Euro dürfte die Gläubigerbanken zufriedenstellen, hieß es aus Finanzkreisen. rtr

LINDE

Gas-Spezialist will 2010 wachsen

Der Gas-Spezialist und Anlagenbauer Linde will nach den Rückgängen im vergangenen Jahr wieder wachsen. Das sagte Unternehmenschef Wolfgang Reitzle in München. Dazu beitragen soll ein im Herbst 2008 eingeleitetes Sparprogramm. Linde will damit im Zeitraum von 2009 bis 2012 Kosten von 650 bis 800 Millionen Euro senken. Im Gas-Geschäft peilt der Konzern für 2010 ein neues Rekordergebnis an. 2009 waren die Erlöse nach den Rekordzahlen 2008 um 11,5 Prozent auf 11,21 Milliarden Euro geschrumpft. Unterm Strich erzielte Linde ein Ergebnis nach Minderheiten von 591 (Vorjahr 717) Millionen Euro. dpa

DAIMLER

Konzern verkauft weniger Busse

Der weltgrößte Omnibus-Hersteller Daimler hat im vergangenen Jahr auch bei Bussen Marktanteile an die Konkurrenz verloren. Daimler teilte mit, der Weltmarktanteil sei 2009 auf 13 Prozent von knapp 15 Prozent ein Jahr zuvor geschrumpft. Wegen der Talfahrt der Wirtschaft seien mit knapp 32 500 Bussen und Fahrgestellen weltweit ein Fünftel weniger Fahrzeuge verkauft worden. Daimler liegt dennoch weit vor den Konkurrenten aus China und Indien. Im laufenden Jahr erwartet Daimler wieder Zuwächse beim Absatz. rtr

DRÄGER

Umsatz soll wieder wachsen

Der weltweit führende Medizintechnikhersteller Dräger hat die Wirtschaftskrise mit einem blauen Auge überstanden. Das Unternehmen steige aus der Talsohle heraus, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Dräger. Für das laufende Jahr rechne er bereits wieder mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich. 2009 lag der Umsatz mit rund 1,91 Milliarden Euro um 0,7 Prozent unter dem des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) brach um mehr als 24 Prozent auf 80,1 Millionen Euro ein. dpa

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