Wirtschaft : UNTERNEHMEN

SIEMENS

Pentagon durchsucht US-Büros

Das US-Verteidigungsministerium hat den deutschen Konzern Siemens ins Visier genommen. „Ermittler des Pentagon haben Büros von Siemens durchsucht“, bestätigte ein Konzernsprecher am Donnerstag in München. Über den Hintergrund äußerte er sich nicht weiter. „Wir kooperieren in vollem Umfang.“ Am Mittwoch hatten die Ermittler am Medizintechnik-Standort Malvern im Bundesstaat Pennsylvania mehrere Mitarbeiter vernommen und Dokumente gesichtet. Weitere Details zur Durchsuchung wurden bislang nicht bekannt. Siemens hatte Anfang April einen 267 Millionen Dollar schweren Auftrag des Pentagon für Röntgen-Systeme erhalten. Ob sich die Durchsuchung darum dreht, wollte der Konzernsprecher nicht sagen. dpa

EVONIK

Schadenersatzklage aus Belgien

Gegen den Essener Mischkonzern Evonik und fünf weitere europäische Chemieunternehmen ist eine Schadenersatzklage von mehreren hundert Millionen Euro erhoben worden. Die Brüsseler Gesellschaft Cartel Damage Claims (CDC) habe die Klage eingereicht, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Brüssel mit. Die Schadenssumme inklusive Zinsen liege nach einer vorläufig groben Schätzung bei 643 Millionen Euro. CDC hat Schadenersatzansprüche von 32 Papierherstellern aufgekauft, die von 1995 bis 2002 kartellbedingt überhöhte Preise für das Bleichmittel Wasserstoffperoxid bezahlt haben sollen. dpa

TCHIBO

Umsatzrückgang gestoppt

Der Hamburger Kaffeeröster und Einzelhändler Tchibo hat den Abwärtstrend beim Umsatz nach eigener Einschätzung gestoppt. „Seit Juni 2008 sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte der Finanzvorstand der Tchibo-Holding Maxingvest, Yves Müller, am Donnerstag in Hamburg. Die Trendwende sei geschafft. Auf vergleichbarer Fläche sei der Umsatz im zweiten Halbjahr 2008 wieder um sechs Prozent gewachsen. Im Gesamtjahr ging er allerdings noch um neun Prozent auf 3,22 Milliarden Euro zurück, nachdem Tchibo sein Vertriebsnetz ausgedünnt hatte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdreifachte sich aber zugleich auf 71 Millionen Euro. Für das laufende Jahr stellte der scheidende Vorstandschef Arno Mahlert einen trotz Krise stabilen Umsatz und eine leichte Ergebnisverbesserung in Aussicht. rtr

ENBW

Investitionen trotz Sparkurs

Der Energiekonzern EnBW will in den kommenden Jahren rund 200 Millionen Euro einsparen und gleichzeitig kräftig investieren. EnBW-Chef Hans-Peter Villis kündigte am Donnerstag bei der Hauptversammlung seines Unternehmens in Karlsruhe an, dies solle im „Rahmen kontinuierlicher Effizienzsteigerungen“ geschehen – etwa beim Einkauf oder durch die Verbesserung des Kraftwerksparks. Bis 2011 sollen rund 7,7 Milliarden Euro investiert werden, unter anderem durch Unternehmensbeteiligungen und Kraftwerke. dpa

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