Wirtschaft : UNTERNEHMEN

MAHLE

Autozulieferer baut Stellen ab

Der Autozulieferer Mahle rechnet mit roten Zahlen für das erste Halbjahr 2009 und streicht weltweit mehr als zehn Prozent der rund 49 000 Stellen. Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr sei der Gewinn um 90,1 Prozent von 223 Millionen auf 22 Millionen Euro eingebrochen, sagte Vorstandschef Heinz Junker. 3000 Stellen habe der Kolben- und Zylinderspezialist bereits vor allem in Süd- und Nordamerika gestrichen, weitere 2000 kämen bis Ende 2009 hinzu. Im Zuge der Einsparungen schließt Mahle mehrere Werke. Das Unternehmen hat bislang für 7000 der 9000 Beschäftigten in Deutschland Kurzarbeit angemeldet. dpa

MERCK

Zuversicht trotz Gewinneinbruchs

Nach einem Gewinneinbruch zum Jahresbeginn setzt der Pharma- und Chemiekonzern Merck auf eine allmähliche Erholung seiner Flüssigkristall-Sparte. „Bei Flüssigkristallen können wir jetzt sicher sein, dass wir mit dem Absturz im November und Dezember die Talsohle erreicht haben“, sagte Merck-Finanzvorstand Michael Becker. Zwar bleibe das Geschäft mit den Grundsubstanzen für LCD-Fernseher und Handy-Displays eine große Belastung für das Ergebnis. In Japan, Taiwan und Korea setze die Nachfrage aber wieder ein. rtr

SCANIA

Noch in der Gewinnzone

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania ist nach dem drastischen Nachfrageschwund der vergangenen Monate nur noch knapp in der Gewinnzone. Das mehrheitlich zu VW gehörende Unternehmen fuhr im ersten Quartal einen Nettogewinn von 179 Millionen Kronen (16 Millionen Euro) ein. In den ersten drei Monaten 2008 hatte Scania noch 2,5 Milliarden Kronen erwirtschaftet. Der Umsatz sank um 28 Prozent auf 15,9 Milliarden Kronen und der Auftragseingang um 70 Prozent auf 6061 Einheiten. dpa

ICBC

Größte Bank verdient mehr

Die nach Börsenwert weltgrößte Bank ICBC hat dank höherer Gebühren und Kommissionseinnahmen im ersten Quartal deutlich mehr verdient. Der Gewinn sei um rund sechs Prozent auf 3,9 Milliarden Euro (35,15 Milliarden Yuan) gestiegen, teilte ICBC mit. An der Bank aus Hongkong ist auch der Münchner Versicherungskonzern Allianz beteiligt. rtr

Q-CELLS

Kurzarbeit bei Solarzellenhersteller Der Solarzellenhersteller Q-Cells schickt seine Mitarbeiter von Mai an in Kurzarbeit. „Die Situation ist momentan schwierig, die Nachfrage ist noch nicht angelaufen“, sagte ein Firmensprecher. „Wir sind aber zuversichtlich, dass der Markt relativ schnell wieder anzieht.“ Die Kurzarbeit gelte für fast alle der mehr als 2000 Beschäftigten. Als Gründe für die gesunkene Nachfrage nach Solarzellen gelten der lange Winter und die derzeit schwierige Finanzierung von Solar-Großprojekten. dpa

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