Wirtschaft : Unternehmensberatung: Cap Gemini steigert Gewinn

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Mit großen Anzeigen wird bereits um neue Berliner Mitarbeiter geworben. Auch branchenintern verdichten sich die Gerüchte, dass Cap Gemini Ernst & Young - einer der Welt größten Management- und IT-Dienstleister - seine Deutschlandzentrale in die Hauptstadt verlegen will. Das Unternehmen hält sich jedoch bedeckt, es gibt weder Zustimmung noch Dementi - "kein Kommentar" lautet die Auskunft. Bislang hat der französische Konzern seinen deutschen Hauptsitz aufgeteilt auf die Standorte Bad Homburg (für die Softwareentwicklung) und Stuttgart (für die Unternehmensberatung).

Trotz der weltweiten Konjunkturabschwächung konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn um 16,4 Prozent auf 111 Millionen Euro (216 Millionen Mark) steigern. Die am Freitag in Paris vorgelegten Halbjahreszahlen weisen eine Umsatzsteigerung von 6,3 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro (8,6 Milliarden Mark) aus. Wegen der "Schockwelle" nach den Terroranschlägen vom 11. September würden die Ergebnisse des dritten Quartals jedoch deutlich niedriger ausfallen, prognositizierten Unternehmensvertreter. Für das gesamte Geschäftsjahr will das Unternehmen gegenwärtig keine Prognosen vorlegen. Geplant seien Sparmaßnahmen wie Auslagerungen und Konzentation bestimmter Produktionsbereiche. Im Juni hatte Cap Gemini die Streichung von 2700 der 60 000 weltweiten Arbeitsplätze bekanntgegeben. Das als führend in der Management-Beratung von Hightech-Firmen angesehene Unternehmen gilt in Branchenkreisen als besonders betroffen von der Krise der New Economy. Cap Gemini Ernst & Young verfügt in Deutschland über 16 Vertretungen und beschäftigt hier den Großteil der 3000 Mitarbeiter der Abteilung "Zentraleuropa".

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