Wirtschaft : Unternehmensgründer: Das Ansehen von Selbstständigen wächst

Die Unternehmensgründer befinden sich in Deutschland auf dem Vormarsch. Im internationalen Vergleich des Gründungsgeschehens hat Deutschland sich im vergangenen Jahr von Platz sechs auf Rang drei vorgearbeitet. Das zeigt eine am Dienstag in Bonn veröffentlichte Studie der Universität Köln, an der sich 21 Staaten beteiligten. Insgesamt wurden dabei 42 000 Personen weltweit befragt.

Gezählt wurden diejenigen, die sich im Sommer 2000 selbstständig machen wollten. Dieser "Global Enterpreneurship Monitor (GEM)" sei sehr viel aussagekräftiger als die Selbstständigenquote, die vor allem das Geschehen vergangener Jahre widerspiegele, betonte der Verfasser der Studie Rolf Sternberg. Die Start-Up-Quote, die in Deutschland im vergangenen Jahr bei 3,8 Prozent lag, wurde unter den westlichen Industriestaaten nur von den USA mit 9,8 Prozent und Kanada mit 6,2 Prozent übertroffen. 1999 lag Deutschland mit gerade 2,2 Prozent noch hinter Israel, Italien und Großbritannien. Sternberg führte die positive Entwicklung darauf zurück, dass sich die Einstellung der Bürger gegenüber Existenzgründern deutlich verändert habe. Gerade in der jüngeren Generation genössen sie inzwischen ein hohes Ansehen. Die Quote wäre noch höher, bestünde nicht die Angst vor einem Scheitern. Dies halte die Hälfte der Befragten davon ab, ihre Geschäftsidee umzusetzen. In den USA ließen sich nur 20,8 Prozent aus Sorge vor einem Flop davon abhalten, sich selbstständig zu machen.

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