Unternehmensteuerreform : "Entscheidungsreife Vorlage"

Im den Verhandlungen über eine Reform der Unternehmenssteuern haben die Experten der großen Koalition nun offenbar eine Einigung erzielt.

Hamburg - Die zuständige Arbeitsgruppe habe eine "entscheidungsreife Vorlage" erarbeitet, meldete die Financial Times Deutschland" ("FTD"). Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) als die federführend zuständigen Vertreter beider Koalitionslager wollen am Donnerstag endgültig über die Reform entscheiden. Durch die Änderungen sollen die Unternehmen unter dem Strich jährlich um fünf Milliarden Euro entlastet werden.

Die Fachleute aus Ministerien von Bund und Ländern sowie aus den Bundestagsfraktionen von SPD und Union einigten sich laut dem Bericht auf einen Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent und eine Gewerbesteuermesszahl von 3,5 Prozent. Diese Messzahl wird benötigt, um die Gewerbesteuerschuld zu berechnen. Die Gesamtbelastung der Kapitalgesellschaften soll damit im Durchschnitt 29,8 Prozent betragen. Derzeit liegt sie bei 38,6 Prozent.

Zuletzt war in der Arbeitsgruppe noch von einer Gesamtbelastung von 29,07 Prozent die Rede gewesen. Die leichte Anhebung auf 29,8 Prozent habe mit dazu beigetragen, dass die Finanzierungslücke jetzt geschlossen werden konnte, hieß es in der "FTD". (tso/AFP)

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