Unternehmenszahlen : Anziehender Werbemarkt beschert Springer hohen Gewinn

Der Aufschwung der Werbekonjunktur, Umsatzzuwächse im Anzeigenmarkt und nachhaltiges Kostenmanagement haben den Überschuss des Medienriesen Axel Springer im ersten Halbjahr 2006 um rund zehn Prozent steigen lassen.

Berlin - Der Medienkonzern Axel Springer hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres vom Aufschwung der Werbekonjunktur profitiert und seinen Gewinn um zehn Prozent gesteigert. Der Überschuss habe von 101,3 Millionen auf 111,4 Millionen Euro zugenommen, teilte das Verlagshaus mit. Der Konzernumsatz habe knapp unter dem Vorjahreswert von 1,2 Milliarden Euro gelegen, in dem noch die Umsätze des Tiefdrucks enthalten gewesen seien. Die Druckereien waren zum 1. Juli 2005 in das Joint Venture mit dem Bertelsmann-Konzern, Prinovis, eingebracht worden.

Trotz der seit dem zweiten Quartal 2006 anfallenden Anlaufkosten der neu gegründeten polnischen Zeitung «Dziennik» sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) im ersten Halbjahr um 2,8 Prozent auf 177,8 Millionen Euro gestiegen, teilte Springer weiter mit.

Umsatzzuwächse im Anzeigengeschäft, nachhaltiges Kostenmanagement im Konzern und die weitere Profitabilisierung der Neugründungen hätten wesentlich zu der Ertragssteigerung beigetragen. Der spürbare Aufschwung der Werbekonjunktur habe sich in einem Zuwachs der Anzeigenerlöse um 5,9 Prozent niedergeschlagen.

Für 2006 rechnet der Konzern mit einer leichten Steigerung des Umsatzes im Kerngeschäft. Da sich der Wegfall der Tiefdruckumsätze erstmals ganzjährig auswirken werde, würden die Gesamtumsätze im Konzern voraussichtlich leicht unter dem Vorjahreswert liegen. Aufgrund des strikten Kostenmanagements und der positiven Entwicklung der bestehenden Titel rechnet der Vorstand damit, dass trotz gestiegener Anlaufkosten das Ebita-Rekordniveau des Jahres 2005 wieder erreicht oder sogar leicht übertroffen wird. (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben