Wirtschaft : Unterschrift nicht vergessen

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Auch ein Testament will richtig verfasst sein. Was Experten empfehlen:

– Wer ein eigenhändiges Testament zu Hause anfertigt, muss das komplett handschriftlich abfassen und unterschreiben, sonst ist es ungültig.

– Ein öffentliches Testament errichtet man bei einem Notar. Notare sind verpflichtet, bei der Abfassung des letzten Willens zu beraten. Bei einer Erbschaft in Höhe von 100 000 Euro beträgt die Gebühr beispielsweise 207 Euro.

– Ein eigenhändiges Testament kann man jederzeit ändern. Wichtig: Datum nicht vergessen. Das Testament mit dem neuesten Datum gilt. Ein öffentliches Testament kann man ebenfalls jederzeit durch ein eigenhändiges ersetzen.

– Ein Erbvertrag muss vor einem Notar in Anwesenheit von Erblasser und Erbe – oder dessen Vertreter – geschlossen werden. Sinnvoll ist das, wenn man zum Beispiel die Nachfolge seines Betriebs vorzeitig regeln will. Der Erbvertrag kann allerdings nicht mehr einseitig geändert werden. Es muss auch der Erbe zustimmen.

– Scheidung setzt ein gemeinschaftliches Testament außer Kraft.

– Eine Erbengemeinschaft sollte man nach Möglichkeit vermeiden. Wenn man mehrere Erben einsetzt, gibt es verschiedene andere Möglichkeiten wie zum Beispiel eine Teilungsanordnung oder ein Vorausvermächtnis.

– Generell sollte man sich immer diese fünf Fragen stellen: Ist die Regelung gerecht? Ist sie juristisch klar? Schützt sie das Vermögen? Spart sie Steuern? Stiftet sie Frieden?

– Der Ehepartner oder eine andere Person sollte eine „postmortale Vollmacht“ über die eigenen Konten besitzen, damit nach dem Tod laufende Kosten und offene Rechnungen beglichen werden können. bhe

Erstellt mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Forums für Erbrecht e.V.

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