Wirtschaft : Unterstützung für Liberty

Der US-Konzern Liberty Media will nach einem Bericht der "n-tv Telebörse" beim Kauf von Kabelnetzen der Deutschen Telekom mit den Unternehmen Alcatel und Arcor zusammenarbeiten. Davon sei in einem Brief an das Bundeskanzleramt und das Bundeskartellamt die Rede, hieß es in der Sendung. Ein Sprecher der Liberty Media in Berlin äußerte sich jedoch verwundert über den Bericht. "Davon wissen wir nichts", sagte er. Liberty plane nach wie vor, ohne Partner die Kabelnetze von der Deutschen Telekom zu kaufen.

Die anderen Beteiligten - der Telekom-Ausrüster Alcatel und die Telefongesellschaft Arcor - gaben zunächst keine Stellungnahme ab. In dem Verfahren gebe es viele Äußerungen von Unternehmen, zu denen die Behörde im Einzelnen nichts sage, sagte Kartellamtssprecher Stefan Siebert. Die Behörde hat Bedenken gegen das Geschäft und fürchtet eine marktbeherrschende Stellung Libertys auf dem deutschen Kabelfernsehmarkt. Sie hatte Liberty vor zwei Wochen abgemahnt und mitgeteilt, dass der Kauf der Kabelnetze nach dem jetzigen Stand der Bewertung untersagt werde.

Liberty will dem Bundeskartellamt seine Stellungnahme dazu in Kürze übermitteln. "Wir werden sie fristgerecht bis Freitag beim Kartellamt einreichen", sagte der Liberty-Sprecher. Bisher sei weder eine Ankündigung noch die Stellungnahme bei der Behörde eingegangen, sagte der Kartellamts-Sprecher. Liberty will der Deutschen Telekom für 5,5 Milliarden Euro einen Großteil ihrer Kabelnetze abkaufen.

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