Urabstimmung : Arbeitskampf bei der LTU

Die Urabstimmung bei den Piloten der LTU fiel eindeutig aus: 96 Prozent der Befragten stimmten für einen unbefristeten Streik. Mit ersten Warnstreiks heute morgen zeigte die Gewerkschaft Cockpit bereits ihre Kampfbereitschaft. Auch die Air-Berlin-Tochter Dba ist betroffen.

LTU Streik
Bei der LTU kommt es wahrscheinlich zum Ausstand der Piloten. -Foto: ddp

Neu Isenburg/DüsseldorfBeim Ferienflieger LTU muss nach Angaben der Gewerkschaft Cockpit von sofort an mit Streiks der Piloten gerechnet werden. Bei einer Urabstimmung haben 96 Prozent der befragten Mitglieder für unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt. 91 Prozent der aufgerufenen Mitglieder hatten sich an der Abstimmung beteiligt.

Am Morgen hatte die Pilotengewerkschaft Cockpit zu einem Warnstreik aufgerufen. Bei der Fluggesellschaft LTU und bei der bereits in die Air-Berlin-Gruppe integrierten dba fielen 14 Flüge aus Insgesamt mussten rund 2400 Passagiere bis zu zwei Stunden auf ihren Abflug warten. Cockpit wollte damit den Druck auf die Arbeitgeber bei beiden Gesellschaften im Tarifkonflikt um neue Mantel- und Vergütungstarifverträge erhöhen.

Beim Ferienflieger LTU waren nach Unternehmensangaben etwa 2100 Passagiere auf den Flughäfen Düsseldorf und München betroffen. Die Flugziele lagen in Griechenland, der Türkei, Spanien und Dänemark. Bei den Flügen von Air Berlin mit Dba-Piloten und Dba-Maschinen waren in München nach Unternehmensangaben 314 Passagiere auf drei Strecken innerhalb Deutschlands betroffen. Die dba ist nach der Übernahme durch Air Berlin weiter eine rechtlich selbstständige Gesellschaft. (mit dpa)

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