Wirtschaft : Urabstimmung bei Banken

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Kiel/Frankfurt (Main) (dpa). Im Tarifkonflikt des Bankgewerbes hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Montag die Urabstimmung gestartet. Den Auftakt der Abstimmung bildete die Deutsche Bank 24 in Kiel. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers wird die Urabstimmung im Lauf der Woche unter anderem auf die Landesbank, die Dresdner Bank und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ausgeweitet. „In der kommenden Woche werden wir in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in die Fläche gehen“, kündigte der Gewerkschaftssprecher an.

Grund für einen drohenden Arbeitskampf im Bankgewerbe ist die Bedingung der Arbeitgeber, größere Teile der Gehälter leistungsabhängig zu machen und dafür den Tarifvertrag zu öffnen. Der Arbeitgeber-Verband hat seinen Mitgliedern empfohlen, auf freiwilliger Basis ohne Tarifvertrag eine Gehaltserhöhung von 3,1 Prozent zu zahlen. Verdi verlangt 6,5 Prozent mehr Gehalt für die rund 460000 Beschäftigten der Branche.

Die Dienstleistungsgewerkschaft zeigte sich am Montag zuversichtlich, die für die Zustimmung zum Streik erforderlichen 75 Prozent der Mitglieder zu erreichen. Nötig ist das allerdings nicht bundesweit, sondern nur in den jeweils von der Gewerkschaft für einen Streik vorgesehenen Banken. Entsprechend soll es auch keinen flächendeckenden Streik geben. Vielmehr soll in Banken in einzelnen Städten oder Regionen gestreikt werden.

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