Wirtschaft : Urheberrecht: Martin Vogel

Als einer der Initiatoren des Gesetzes halte ich die Novelle natürlich für notwendig. Seit 35 Jahren hat die Regierung - ganz gleich welcher Couleur - ein Urhebervertragsgesetz für erforderlich gehalten, aber nie einen Entwurf vorgelegt. Sicher handelt es sich beim Urhebervertragsrecht um eine sehr komplizierte Materie, weil die unterschiedlichen Bereiche kreativen Schaffens jeweils unterschiedliche Formen der Vermarktung kennen. Auf diese Vielfalt nimmt der jetzt dem Parlament vorliegende Entwurf in höchstem Maße Rücksicht, indem er zwei grundlegende Normen vorsieht. Zum einen soll er für jeden Urheber eine angemessene Vergütung für die Nutzung seines Werkes garantieren und zum anderen gleicht er das Machtgefälle zwischen den Verwertern und den Kreativen aus. Denn die Berufsverbände beider Seiten werden verpflichtet, gemeinsam ausgeglichene Vergütungen für ihren jeweiligen Bereich auszuhandeln. Sie können dann im Falle des Scheiterns der Verhandlungen gerichtlich festgesetzt werden. Von diesem Gesetz werden all jene Verwerter nicht betroffen sein, die schon jetzt ihre Urheber angemessen honorieren.

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