Wirtschaft : Urteil gegen mutmaßlichen Millionenbetrüger

Würzburg - Einer der größten Prozesse um Anlagebetrug in Deutschland steht kurz vor dem Abschluss. An diesem Freitag will das Landgericht Würzburg das Urteil gegen den mutmaßlichen Millionenbetrüger Helmut Kiener verkünden. Wie eine Justizsprecherin sagte, bereiten Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Schlussvorträge vor. Dem Manager und Anlageberater Kiener wird vorgeworfen, über manipulierte Fonds Kleinanleger und internationale Banken in großem Stil um ihr Geld gebracht zu haben – die Staatsanwaltschaft spricht von einem Schaden von 345 Millionen Euro. Auf der Anklagebank sitzt auch ein mutmaßlicher Komplize Kieners. Im März begann der Prozess vor dem Würzburger Landgericht. Kiener schilderte als Hauptdrahtzieher detailliert, wie er Anleger und Geschäftspartner hinters Licht geführt hatte. Nach seinen Worten wurden einigen Anlegern Gewinne ausgezahlt. Das war der Staatsanwaltschaft zufolge aber nur mit dem Geld neuer Kunden möglich - ein Schneeballsystem. Kiener steht wegen Betrugs, Urkundenfälschung sowie Steuerhinterziehung vor Gericht. dpa

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