URTEILE : URTEILE

Wegerecht gehört zur „Anschaffung“

Das Niedersächsische Finanzgericht hat entschieden, dass eine einmalige Zahlung an den Grundstücksnachbarn für dessen Einverständnis, einen Teil seiner Scholle ohne zeitliche Begrenzung nutzen zu dürfen (Wegerecht), nicht sofort als Werbungskosten vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden kann. Bei den hier aufgewandten 7467 Euro des klagenden Hausbesitzers handele sich vielmehr um nachträgliche „Anschaffungskosten des Grund und Bodens“. (AZ: FG, 15 K 472/08)

Für Nachbesserung Frist setzen

Stellt ein Bauträger, der von einer Zimmerei für ein Großprojekt das Dachgeschoss hat aufsetzen lassen, einige Jahre später fest, dass das Gebälk zum großen Teil verfault ist, so genügt es nicht, wenn er den Zimmererbetrieb auffordert, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu prüfen, um damit die Beseitigung der Mängel rechtswirksam angemahnt zu haben. Er muss dem Zimmerer eine Frist setzen, sonst bleibt er auf den Kosten sitzen, wenn er eine andere Firma für die Nachbesserung beauftragt. (BGH, VII ZR 88/09)

Ersparnis für mehrere Häuser

Die Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen wird pro Kalenderjahr nur einmal gewährt. Das gelte auch für Ehepaare, die mehrere Wohnungen selbst nutzen, so der Bundesfinanzhof. Ehegatten, die in mehreren Wohnungen leben, können die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen deshalb nicht doppelt in Anspruch nehmen. Im konkreten Fall bewohnte das Ehepaar Einfamilienhäuser an zwei Orten und ließ durch Handwerksbetriebe Renovierungen an beiden Wohnungen durchführen. (AZ: VI R 60/09) büs

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