URTEILE : URTEILE

Verspätung

Ist in die Wohnung eines Hausratversicherten eingebrochen worden, so muss der seiner Versicherung so schnell wie möglich eine Aufstellung aller Gegenstände liefern, die gestohlen wurden. Wer die sogenannte Stehlgutliste verspätet einreicht, muss Kürzungen beim Versicherungsschutz hinnehmen. Hier hatte das Opfer die Liste erst einen Monat nach dem Einbruch eingereicht. Das Gericht bewertete das als grobe Fahrlässigkeit und bestätigte die Kürzung um 40 Prozent. (LG Oldenburg, 13 O 3064/09)

Maklerprovision

Findet eine Frau über ein Maklerbüro eine Wohnung und leistet sie die Provision, so hat sie Anspruch auf Rückzahlung des Geldes, wenn sich herausstellt, dass die für sie tätige Maklerin auch die Vermögensverwalterin des Wohnungseigentümers ist. Das Gesetz schließe einen Provisionsanspruch dann aus, so das Amtsgericht München, wenn der Makler einen Mietvertrag über eine Wohnung vermittle, deren Eigentümer er sei. Eine solche Konstellation sei auch hier gegeben. (AZ: 282 C 33538/09)

Verwahrlosung

Lässt eine Eigentümerin ihr Haus nebst Grundstück verwahrlosen, so kann sie für einen durch einen Brand verursachten Schaden am Gebäude mitverantwortlich gemacht werden. In dem Fall forderte die Hauseigentümerin Schadenersatz von vier Geschwisterkindern, die in dem Haus zündelten, um Licht zu erzeugen. Der Eigentümerin sprach das Gericht „wegen Verwahrlosung“ ein Mitverschulden von 30 Prozent zu. Schließlich sei das Haus frei zugänglich gewesen. (OLG Koblenz, 1 U 643/10) büs

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