Wirtschaft : URTEILE

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Nichteheliche Kinder, deren sorgeberechtigte Mutter gestorben ist, müssen auch dann ihren Nachnamen behalten, wenn sie vom Vater großgezogen werden. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt. Der BGH äußerte zugleich Bedauern, wegen der klaren Rechtslage nicht anders entscheiden zu können. Das Kind habe zwar „ein Interesse an seiner namensmäßigen Integration in die Familie seines allein sorgeberechtigt gewordenen Elternteils“. Der Gesetzgeber habe sich jedoch in einer „bewussten Wertentscheidung“ für die Beibehaltung des Geburtsnamens entschieden; daran sei das Gericht gebunden (Az: XII ZB 112/05). AFP

Klage in Deutschland gegen ausländischen Versicherer möglich Autofahrer, die im Ausland Opfer eines Unfalls wurden, können den Versicherer von Deutschland aus verklagen. Auch wenn der gegnerische Haftpflichtversicherer seinen Sitz in einem EUMitgliedstaat hat, kann ein deutsches Gericht entscheiden. Das teilt der Deutsche Anwaltverein (DAV), Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht, in Berlin unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln mit (Az.: 16 U 36/05). In dem Fall war ein Autofahrer in den Niederlanden in einen Unfall mit einem Niederländer verwickelt. dpa

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