Wirtschaft : US-Arbeitsmarkt belastet

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(Tsp). Am Donnerstag rutschte der Deutsche Aktienindex Dax nach anfänglichen Gewinnen ins Minus. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, hatte in einer Rede vor dem Europäischen Parlament die Regierungen der Länder im Euroraum dazu aufgefordert, Strukturreformen anzupacken. Eine neuerliche Zinssenkung wird damit unwahrscheinlicher. Die Verluste an den Aktienmärkten weiteten sich dann wegen schlechter USArbeitsmarktdaten aus. Nach Veröffentlichung des US-Einkaufsmanagerindexes für das Dienstleistungsgewerbe, der fester ausfiel als erwartet, verbesserte sich die Stimmung etwas.

Bei Handelsschluss stand der Dax bei 3241,92 Punkten – ein minimales Plus von 0,03 Prozent oder etwas weniger als einem Punkt. Der Technologieindex Tec-Dax verlor 0,80 Prozent auf 426,02 Punkte.

Größter Verlierer im Dax waren die Papiere des Energiekonzerns RWE. Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck, an dem RWE maßgeblich beteiligt ist, hatte trübe Geschäftszahlen vorgelegt. Die RWE-Aktie verbuchte ein Minus von 1,75 Prozent auf 25,86 Euro. Wegen guter Absatzzahlen in den USA waren dagegen Autowerte gefragt. Daimler-Chrysler-Aktien verteuerten sich um 2,65 Prozent auf 31,40 Euro. Volkswagen-Aktien kosteten 37,83 Euro, das waren 2,24 Prozent mehr als am Vortag.

Am Rentenmarkt fiel der Bund Future um 0,03 Prozent auf 116,26 Punkte. Der Rex gab um 0,18 Prozent auf 119,48 Punkte nach. Die Umlaufrendite stieg auf 3,61 (Mittwoch: 3,57) Prozent. Der Kurs des Euro sank. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1457 (Mittwoch: 1,1535) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8728 (0,8669) Euro.

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