Wirtschaft : US-Automarkt: Deutsche gefragt

Die Amerikaner haben im Jahr 2001 insgesamt 881 773 Autos deutscher Hersteller gekauft. Damit haben Volkswagen, Audi, Mercedes-Benz, BMW und Porsche ihren Absatz verglichen mit dem Vorjahr immerhin noch um insgesamt 3,3 Prozent erhöht. Es zeichnen sich jedoch bei einigen deutschen Anbietern im wichtigsten Auslandsmarkt nach riesigen Zuwachsraten seit Mitte der neunziger Jahre für 2002 möglicherweise rückläufige Verkaufszahlen ab. Dies hängt mit der US-Rezession und den harten Preiskämpfen zusammen, die sich die US-Autobauer mit den europäischen, den japanischen und südkoreanischen Autofirmen liefern.

Im Dezember lieferten die deutschen Hersteller insgesamt noch 76 815 (76 823) Fahrzeuge in den USA aus. Die BMW of North America hat im Jahr 2001 in den USA einen Rekordabsatz von 213 127 Autos verbucht (plus 12,5 Prozent). BMW hat damit Mercedes-Benz im US-Markt überholt. Die Daimler-Chrysler-Tochter steigerte ihren US-Absatz für das Jahr 2001 aber leicht um 0,5 Prozent auf den Rekordstand von 206 638 Einheiten. Dabei legte die C-Klasse um 48 Prozent zu. Dagegen schrumpfte der Absatz der M-Klasse- Geländewagen um 13 Prozent. Porsche erhöhte den Jahresabsatz um drei Prozent auf 23 041 Stück. Während der Carrera-Absatz florierte, gab der Boxster-Verkauf allerdings deutlich nach. Porsche hatte nach Darstellung von US-Chef Fred Schwab "das beste Verkaufsjahr seit 1987 gehabt". Audi lieferte im Gesamtjahr 83 283 Autos in den USA aus (plus 3,6 Prozent). VW musste 2001 einen bei 355 684 Einheiten stagnierenden Absatz hinnehmen. Der Beetle-Verkauf schrumpfte um 19,6 Prozent auf 65 201 Stück. Dagegen blieb der Passat ein Renner.

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