Wirtschaft : US-Behörde billigt Bankenehe

WASHINGTON ((dpa).).Die oberste US-Bankenaufsicht hat die Fusion der Schweizer Bankgesellschaft (UBS) und des Schweizerischen Bankenvereins (SBC) genehmigt.Der Vorstand der Federal Reserve stimmte dem Zusammenschluß trotz der mutmaßlichen Verwicklung der Schweizer Banken in den Mißbrauch der Einlagen von Holocaust-Opfern zu.Die Mitwirkung der US-Aufsicht war erforderlich, weil die Unternehmen in den Vereinigten Staaten Niederlassungen unterhalten.Zuvor hatten bereits die Wettbewerbsbehörden der Schweiz und der EU grünes Licht gegeben.Die letzte behördliche Zustimmung zur Großfusion auf dem Schweizer Finanzplatz kam auf den Tag genau ein halbes Jahr nach der Bekanntgabe der Fusionspläne am 8.Dezember 1997.Die Zustimmung der FED ist mit der Auflage verbunden, daß sich die neue UBS innerhalb von zwei Jahren von ihren Mechant-Banking-Aktivitäten in den USA trennt.

Gerüchte um Bankenallianz

TOKIO (dpa).Die japanische Long-Term Credit Bank hat am Dienstag Gerüchte zurückgewiesen, wonach die Allianz mit der Swiss Bank Corp.(SBC) angeblich vor dem Aus steht.Man werde die Kommission für die Wertpapieraufsicht auffordern, den Gerüchten nachzugehen, erklärte der stellvertretende Chef der LTCB, Masami Suda.Die Bank vermutet, daß es sich dabei um illegale Versuche handelt, die Aktienkurse zu manipulieren.Die Pressekonferenz war eilig einberufen worden, nachdem zuvor die Aktien des Finanzinstituts an der Börse in Tokio vorübergehend um drastische 41 Yen auf 140 Yen eingebrochen waren.Die LTCB ist die zweitgrößte der drei Langfristkreditbanken Japans.Suda erklärte, es gebe keinerlei Pläne zur Änderung der Geschäftsbeziehungen mit SBC.Die LTCB war im abgelaufenen Geschäftsjahr 1997/98 (31.März) auf Grund hoher Abschreibungen auf faule Kredite in die roten Zahlen gerutscht.

300 Mrd.DM für den Euro

LONDON (dpa).Europäische Unternehmen und Institutionen werden nach Branchenschätzungen in den nächsten fünf Jahren rund 300 Mrd.DM für die Umstellung auf die Gemeinschaftswährung Euro ausgeben.Ein Drittel der Firmen hat sich bislang noch nicht mit der neuen Währung befaßt.Das ergab eine Umfrage des US-Computerkonzerns IBM.Ein Fünftel der europäischen Unternehmen befinde sich dagegen bereits in der Umstellungsphase, der Rest sei mitten in den Vorbereitungen.

Keine Zusatzhilfe für Moskau

WASHINGTON (rtr).Rußland benötigt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegenwärtig keine zusätzlichen Finanzhilfen.Es werde innerhalb des IWF zwar darüber gesprochen, wie Rußland geholfen werden könne, sollte dies notwendig werden, sagte der Erste Stellvertretende IWF-Direktor, Stanley Fischer.Nothilfen seien derzeit aber nicht erforderlich, da sich die russischen Märkte stabilisiert hätten.

Neuer Markt in München

MÜNCHEN (ADN).Mit der Allgäuer Alpenwasser AG wird Mitte Juli das erste Unternehmen an den Prädikatsmarkt in München gehen.Der privatrechtlich organisierte Markt sei speziell für Unternehmen eingerichtet worden, die am Neuen Markt in Frankfurt kaum Chancen hätten, sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Börse, München, Andreas Schmidt.Bereits zum Januar 1997 sei das Marktsegment rechtlich eingerichtet worden, aber erst jetzt habe sich ein passendes Unternehmen gefunden, das die Zugangsvoraussetzungen erfülle.

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