Wirtschaft : US-Börsenaufsicht verhängt Berufsverbot gegen Fondsmanager

Starinvestor Philip Falcone muss zudem eine hohe Geldstrafe zahlen. Er hatte sich ein Darlehen aus Anlegergeldern genehmigt.

Foto: Reuters
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New York - Fünf Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise greift die US-Börsenaufsicht SEC durch und stellt den umstrittenen Hedgefonds-Manager Philip Falcone kalt. Der Milliardär werde mit einem fünfjährigen Berufsverbot in der Finanzbranche belegt, teilte die SEC am späten Montagabend mit. Die Behörde legt dem 51-Jährigen zur Last, in der Krise einige Anleger bevorzugt behandelt zu haben. Zudem soll sich Falcone illegal an dem Hedgefonds bedient und sich selbst einen 113 Millionen Dollar schweren Kredit bewilligt haben, um private Steuern zu zahlen. Das Darlehen zahlte er später zurück. Allerdings kamen einige Investoren des Fonds in dieser Zeit nicht an ihr Kapital.

Der Gründer des Hedgefonds Harbinger Capital muss eine Strafe in Höhe von 11,5 Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) zahlen. Sein Fonds muss noch einmal 6,5 Millionen Dollar drauflegen. Zudem muss Falcone ein umfangreiches Schuldeingeständnis abgeben. Die Einigung der SEC mit Falcone muss noch von einem Bundesrichter abgesegnet werden. Falcone ließ mitteilen, er sei mit dem Kompromiss zufrieden. „Diese Sache abzuhaken, ist der beste Weg für mich und unsere Investoren.“

Falcone zählte noch vor einigen Jahren zu den Stars der Investmentbranche. Er hatte rechtzeitig erkannt, dass der US-Hypothekenmarkt kippt und massiv gegen sogenannte Subprime-Papiere gewettet – und damit zunächst enorm viel Geld verdient. Mit dem Platzen der Immobilienblase gingen die Finanzmärkte weltweit in die Knie. Das bekam auch Falcones Fonds zu spüren. Dem Schuldeingeständnis zufolge ließ er einige Investoren in dieser Zeit ihr Geld aus dem Fonds abziehen, anderen verweigerte er dies. In den kommenden fünf Jahren ist es ihm nun lediglich gestattet, bei der Abwicklung seines Fonds zu helfen – unter Aufsicht eines unabhängigen Beobachters. Er darf allerdings als Manager bei Firmen außerhalb der Finanzbranche tätig werden. rtr

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