Wirtschaft : US-Daten enttäuschen

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(Tsp). Nach einem verhaltenen Start mussten die deutschen Börsen zum Wochenausklang deutliche Verluste hinnehmen. Für schlechte Stimmung sorgten vor allem USKonjunkturdaten, die unerwartet schwach ausfielen. Das USA-Außenhandelsdefizit ist im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von fast 490 Milliarden Dollar gestiegen. Das bedeutet eine Zunahmen gegenüber 2002 von etwa 17 Prozent. Die Nachricht stärkte den Euro gegenüber dem Dollar – und führt zu Abschlägen bei europäischen Aktien, weil ein zu starker Euro den beginnenden Aufschwung gefährden könnte. Außerdem wurden am Freitag neue Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Und auch die fielen schlechter als vorhergesagt aus.

Zum Handelsschluss notierte deshalb der Deutsche Aktienindex (Dax) mit minus 1,6 Prozent bei 4057,05 Punkten. Der Technologieindex Tec-Dax verlor 0,2 Prozent auf 636,26 Punkte. Nur die Aktie des Autokonzerns Volkswagen konnte unter den Dax-30-Werten auf Grund positiver Analystenkommentare einen nennenswerten Aufschlag um 0,2 Prozent auf 39,57 Euro verzeichnen. RWE-Papiere waren die schwächsten unter den deutschen Standardwerten mit einem Abschlag von 2,7 Prozent auf 33,23 Euro.

Am Rentenmarkt gewann der Bund-Future 0,22 Prozent auf 115,25 Prozent. Der Rex stieg um 0,12 Prozent auf 118,58 Zähler. Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere stieg auf 3,78 (Donnerstag: 3,80) Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2816 (Donnerstag: 1,2802) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7803 (0,7811) Euro.

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