US-Finanzkrise : Die Lehman-Pleite schlägt Wellen

Die Finanzbranche ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers stürzte die internationalen Börsen in einen Taumel. Minütlich flackerten neue Hiobsbotschaften über die Ticker. Eine Chronologie des "Schwarzen Montag".

Sonntag, 23 Uhr

Ein Bankenkonsortium stellt einen 70-Milliarden-Dollar-Fonds für in Not geratene Banken zur Verfügung, um eine weltweite Börsenpanik zu vermeiden.

23.30 Uhr Der weltweit zweitgrößte Versicherer American International Group AIG bittet die US-Notenbank (Fed) kurzfristig um 40 Milliarden Dollar.

Montag, 2 Uhr Lehmann beantragt Gläubigerschutz in den USA. Die Bank of America teilt mit, für 50 Milliarden Dollar Merrill Lynch zu übernehmen.

3 Uhr Die Fed kündigt Initiativen zur Unterstützung der Finanzmärkte an.

6.40 Uhr Der US-Dollar bricht ein.

9 Uhr Die britische Notenbank pumpt fünf Milliarden Pfund in den Markt.

9.20 Uhr Alle Dax-Werte notieren im Minus.

9.45 Uhr Die deutsche Finanzaufsicht Bafin erlässt ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot gegenüber der Lehman Brothers Bankhaus AG. Einlagen von Kunden bei Lehman seien aber geschützt.

10 Uhr
Bundesregierung, Deutsche Bundesbank und Bafin stellen gemeinsam fest, die Engagements deutscher Kreditinstitute bei Lehman seien verkraftbar.

10.30 Uhr Der Dax verliert zu Beginn des Handelstages rund 2,8 Prozent und rutscht zwischenzeitlich unter 6000 Punkte.

10.45 Uhr Die EZB stellt den Märkten 30 Milliarden Euro zur Verfügung.

11.27 Uhr
Die chinesische Zentralbank senkt den Leitzins um 0,27 Prozentpunkte.

12 Uhr Das Bundesfinanzministerium äußert sich beruhigend und erklärt, derzeit seien keine Auswirkungen der Krise auf das Wachstum absehbar.

15.59 Uhr In New York eröffnet die Börse deutlich schwächer. Der Dow Jones verliert 300 Punkte. dr

0 Kommentare

Neuester Kommentar