Wirtschaft : US-Geschäft belastet Post noch jahrelang

Berlin - Das Geschäft in den USA entwickelt sich für DHL, die Expresstochter der Deutschen Post, zu einem dauerhaften Verlustbringer. Die schwächere Konjunktur habe negative Folgen, sagte US-Chef Hans Hickler am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Nun werde es schwierig, wie bisher geplant 2009 ein ausgeglichenes Ergebnis in der Region zu erreichen. Allerdings gebe es nur auf dem US-Luftfrachtmarkt die Probleme, alle übrigen Weltregionen, in denen DHL aktiv ist, erfüllten die Ziele. Eine Post-Sprecherin sagte allerdings am Freitag, der Konzern halte an der Gewinnplanung für 2009 fest. Man habe aber immer gesagt, dass das schwer werden würde.

Die Börse reagierte enttäuscht. Die Aktie der Deutschen Post verbilligte sich am Freitag um knapp drei Prozent auf 20,95 Euro.

Im Jahr 2003 hatte die Deutsche Post den US-Expressdienstleister Airborne gekauft, um damit ihre defizitäre Tochter DHL zu stärken. Doch große Probleme bei der Einrichtung eines zentralen Luftdrehkreuzes in den USA und der scharfe Wettbewerb mit den Platzhirschen UPS und Fedex warfen die Post immer wieder zurück. Konzernchef Klaus Zumwinkel musste deshalb den Zeitpunkt, ab dem Gewinne eingefahren werden sollten, immer weiter hinausschieben. hop

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