Wirtschaft : US-Konzern Liberty verärgert Kirch

Das Geschäftsgebahren des US-Konzerns Liberty Media stößt nun auch bei der Kirch-Gruppe auf Irritationen. Nachdem sich bereits Bertelsmann und seine Tochter RTL beim Kartellamt gegen die Pläne von Liberty, große Teile des deutschen Kabelnetzes zu übernehmen, ausgesprochen haben, drohte am Freitag auch Kirch mit einer ablehnenden Haltung. Die Betreiber privater TV-Sender kritisieren die Pläne von Liberty, einen eigenen Standard für das digitale Fernsehen in Deutschland einführen zu wollen. Sie befürchten zudem, dass der Konzern bestimmte Sender nicht ins Netz einspeist. Der gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Zugang müsse aber für alle gewährleistet werden, erklärte die Kirch-Gruppe. Auf deren Missfallen stößt Liberty auch bei dem Versuch, bei Kirchs Pay-TV-Sender Premiere World einzusteigen. Das Kartellamt bestätigte, dass Liberty eine Minderheitsbeteiligung angemeldet habe. Eine Kirch-Sprecherin erklärte, eine Kooperation oder Beteiligung an Premiere könne nur unter Mitwirkung der Kirch-Gruppe erfolgen. Erste Gespräche seien geführt worden.

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