US-Markt : Goldener Oktober für Deutschlands Autokonzerne

Deutsche Autos sind in den USA gefragt, wie selten zuvor. Im Oktober konnten nahezu alle Hersteller bei den Absatzzahlen kräftig zulegen. Spitzenreiter war BMW mit einem Plus von mehr als zehn Prozent.

Mercedes C-Klasse
Die neue Mercedes C-Klasse - hier in der Hybrid-Version auf der Tokio Motor Show - ist in den USA heiß begehrt. -Foto: ddp

New YorkDie deutschen Autobauer haben im Oktober auf dem US-Markt teils kräftig zugelegt. Die US-Hersteller schnitten dagegen unterschiedlich ab. Die meisten deutschen Wagen verkaufte BMW. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 9,6 Prozent mehr und damit 26.821 Stück an die Kunden übergeben worden.

BMW-Erzrivale Mercedes-Benz setzte im Oktober 22.820 Fahrzeuge ab und damit 10,8 Prozent mehr. Das gute Abschneiden verdankte die Daimler-Tochter besonders der Neuauflage der C-Klasse, für die sich mit 7646 Stück gut doppelt so viele Käufer begeisterten wie im Vorjahresmonat.

Für das Konkurrenzmodell A4 von Audi entschieden sich dagegen nicht mal halb so viele Käufer. Insgesamt setzen die Ingolstädter 7421 Autos ab - was allerdings einen Zuwachs von 15,4 Prozent entspricht. Nur Porsche konnte mit 21 Prozent noch stärker zulegen. 3018 Autos brachten die Zuffenhausener an den Mann oder die Frau. Wichtigstes Modell war der Geländewagen Cayenne mit 1263 verkauften Exemplaren, gefolgt vom Klassiker 911 mit 1017 Einheiten. Rückläufig war hingegen der Verkauf der Boxster-Baureihe.

Ford mit einem Minus von fast zehn Prozent

Die Audi-Mutter Volkswagen verkaufte im Oktober unter eigener Marke 17.260 Fahrzeuge - 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders das wichtigste Modell Jetta legte zu: um 39,3 Prozent auf 7771 Einheiten. Der New Beetle schloss von der Stückzahl her fast zum Passat auf mit 2308 zu 2432 Wagen.

Leicht zulegen konnte auch Toyota. Die weltweite Nummer zwei setzte im Oktober 4,5 Prozent mehr Wagen ab als noch ein Jahr zuvor. 172.473 Toyotas und 25.119 Lexus' gingen an die Kunden. In der Summe von 197.592 Fahrzeugen schlug der japanische Hersteller damit abermals Ford. Der zweitgrößte US-Autobauer brachte 195.462 Fahrzeuge unters Volk - konzernweit ein Minus von 9,5 Prozent und der zwölfte monatliche Rückgang in Folge. Besonders dramatisch war der Einbruch bei der zum Verkauf stehenden Ford-Luxusmarke Jaguar mit minus 24,6 Prozent auf 1030 Stück. Die Kernmarke Ford selbst musste einen Rückgang um 13 Prozent auf 159.361 Einheiten hinnehmen.

General Motors hält Absatz stabil

Vergleichsweise gut schlug sich der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) auf dem Heimatmarkt. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg um 3 Prozent auf 310.008. Um Verkaufstage bereinigt sank die Zahl jedoch um 1 Prozent. Im Oktober 2007 hatte es einen Verkaufstag mehr gegeben als im Oktober 2006.

Chrysler dagegen verkaufte mit 145.316 Fahrzeugen insgesamt rund 9 Prozent weniger - der Oktober war damit der fünfte rückläufige Monat hintereinander. Die Nummer drei der US-Autobauer will wegen der schlechten Absatzzahlen nochmals Tausende von Stellen streichen. (mit dpa)

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