US-Medienkonzern verdient mehr : "Avengers" macht Disney reich

Auf seine Hollywood-Blockbuster kann sich Disney verlassen. Der US-Medienkonzern verdient prächtig an dem Actionfilm "Avengers" und an "Frozen"-Fanartikeln.

Geldquelle. Chris Evans (l) als Captain America und Chris Hemsworth als Thor in einer Szene des Kinofilms «The Avengers: Age of Ultron».
Geldquelle. Chris Evans (l) als Captain America und Chris Hemsworth als Thor in einer Szene des Kinofilms «The Avengers: Age of...Foto: dpa

Der Actionfilm „Avengers“ hat den Gewinn beim US-Medienkonzern Disney kräftig steigen lassen. Zudem füllten steigende Fanartikelverkäufe dem US-Unterhaltungsriesen zuletzt gut die Kassen, wie die am Dienstag veröffentlichten Finanzergebnisse für das letzte Vierteljahr zeigen. Aber auch die Geschäfte in der Mediensparte und mit Vergnügungsparks liefen rund. Disneys Überschuss kletterte im vergangenen Geschäftsquartal (bis Ende Juni) im Jahresvergleich um elf Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro). Der Umsatz wuchs um fünf Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung“, kommentierte Disney-Chef Robert Iger die Ergebnisse.

Fanartikel als Dauerbrenner

Besonders stark sprudelten dank Kinohits wie „Avengers: Age of Ultron“ die Einnahmen im Filmgeschäft. Hier legten die Erlöse um 13 Prozent zu. Der zweite Film von Marvels Superhelden-Serie hatte den zweitbesten Kinostart in den USA hingelegt und übertraf den Kassenschlager „Captain America: The Winter Soldier“ aus dem Vorjahreszeitraum.

Zudem macht Disney weiterhin sehr erträgliche Geschäfte mit Fanartikeln. So haben sich beispielsweise Produkte zum Film „Frozen“ („Die Eiskönigin“) längst zu einem lukrativen Dauerbrenner für den Medienkonzern entwickelt. Mit „Star Wars: The Force Awakens“ soll Ende des Jahres das nächste Filmspektakel anlaufen, an das sich sehr hohe Erwartungen knüpfen.

Flaggschiff ABC als Geldquelle im Mediengeschäft

Doch auch die Mediensparte - mit dem Flaggschiff ABC die wichtigste Geldquelle für Disney - florierte mit einem Umsatzplus von fünf Prozent. Einen Zuwachs von vier Prozent verzeichnete das Geschäft mit Urlaubs-Resorts, Freizeitparks und Kreuzfahrtschiffen. Diese Sparte ist der zweitwichtigste Umsatzbringer des Konzerns. Am Markt konnten die Zahlen trotzdem nicht auf Anhieb überzeugen. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden zwar übertroffen, doch beim Umsatz hatte sich die Wall Street etwas mehr erhofft. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um gut zwei Prozent. dpa

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