Wirtschaft : US-Regierung bleibt bei Zweiteilung des Software-Konzerns

Das US-Justizministerium hat seinen Plan zur Zerschlagung des Softwarekonzerns Microsoft auf Wunsch von Richter Thomas Penfield Jackson noch einmal überarbeitet. Wie aus informierten Kreisen verlautete, hat sich aber prinzipiell nichts daran geändert, dass die Regierung Microsoft in zwei Unternehmen aufteilen will. Jackson hatte Prozessbeobachter und Firmenanwälte damit überrascht, als er am Mittwoch sein Interesse an einem Vorschlag einer Anti-Microsoft-Gruppe bekundete, die eine Dreiteilung vorschlug.

Die Anhörung zum Strafmaß gegen Microsoft sollte am Freitag mit der Vorlage des überarbeiteten Plans der Regierung fortgesetzt werden. Die erste Fassung sah die Aufteilung von Microsoft in eine Firma für Betriebssysteme und eine für Office-Anwendungen vor. In der Diskussion ist nun eine dritte Firma für Internet-Software. Das "Wall Street Journal" hatte berichtigt, die Regierung habe nur kleinere Änderungen an ihrem Plan vorgenommen und halte an der Zweiteilung fest. Letztlich entscheidet Jackson, wie die Strafe gegen Microsoft aussieht. Er hatte Microsoft am 3. April wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung schuldig gesprochen.

Microsoft hat voraussichtlich bis Dienstag Zeit, auf den abgeänderten Plan des Justizministeriums zu antworten. Danach will Richter Jackson die Vorschläge der Regierung und von Microsoft prüfen und anschließend sein Strafmaß bekannt geben. Sollte das Verfahren durch mehrere Instanzen gehen, was als wahrscheinlich gilt, ist erst in mehreren Jahren mit einem rechtskräftigen Urteil zu rechnen.

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