Wirtschaft : US-Regierung vergibt Mittel für Transrapid

BERLIN (Tsp).Die Signale für den Bau der deutschen Magnetschnellbahn in den USA stehen nach Angaben der Transrapid-Planer weiter auf Grün.Das US-Verkehrsministerium habe von den mit mehr als einer Mrd.Dollar festgeschriebenen staatlichen Förderungen für die Magnetschnellbahntechnik nun erstmals 12,2 Mill.Dollar für Planungsvorhaben freigegeben.Das teilte die Gesellschaft Transrapid International am Mittwoch mit.Das amerikanische Verkehrsministerium habe insgesamt sieben Magnetschnellbahn-Projekte für die Vorbereitung der Planungen ausgewählt, so die Gesellschaft.Die in Berlin ansässige Transrapid International ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Herstellerkonsortiums von Siemens, Adtranz und Thyssen-Krupp.

Der Vertriebsleiter von Transrapid International, Manfred Wackers, betonte allerdings, daß eine weltweite Vermarktung des Transrapid ohne eine Entscheidung für die Strecke Berlin-Hamburg kaum möglich sein werde.In den USA werde die Diskussion in Deutschland "sehr genau" verfolgt.Sollte die Entscheidung für die erste deutsche Anwendungsstrecke aber nun fallen, könnte in den USA in zwei bis drei Jahren nach dem Planungsabschluß für die letztendlich ausgewählte US-Strecke mit dem Bau begonnen werden, erklärte Wackers.Die Gespräche mit einem privaten Investor für Bau und Betrieb einer ersten Teststrecke zwischen Orlando und Port Canaveral in Florida seien weit gediehen.

Das im Juni vergangenen Jahres von US-Präsident Bill Clinton unterzeichnete Verkehrsinfrastrukturgesetz sieht den Angaben zufolge vor, daß in einer ersten Phase zunächst 60 Mill.Dollar in die Planung von Strecken fließen, die für einen Betrieb in Frage kommen.Zusätzlich stünden nach der Zustimmung durch den Finanzausschuß des US-Kongresses weitere 950 Mill.Dollar für die Untersuchung potentieller Anwendungsstrecken bereit.

Die Entscheidung für die Strecke Berlin-Hamburg steht noch aus.Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG, Berlin, will sich am 7.Juli erneut mit dem Projekt befassen.Bis dahin sollen Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorliegen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar