Wirtschaft : US-Stromhändler

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Der hochverschuldete US-Energiekonzern Enron hat sich unter den Schutz des US-Konkursrechts gestellt. Enron beantragte bei einem New Yorker Konkursgericht Gläubigerschutz nach Kapitel 11 (Chapter 11). Der zahlungsunfähige Konzern erhält dadurch einen Aufschub, während dessen er seine Schulden nicht bedienen muss und einen Sanierungsplan erarbeiten kann. Das Enron-Debakel droht zur größten Pleite in der US-Geschichte zu werden. Zusammen mit den 13 Tochtergesellschaften hat Enron Vermögenswerte von fast 50 Milliarden Dollar in den Büchern stehen. Bislang hielt der Untergang des Ölkonzerns Texaco 1987 mit einem Vermögenswert von nahezu 36 Milliarden Dollar den US-Pleiten-Rekord. Zeitgleich mit der Konkursanmeldung hat Enron den Konkurrenten Dynegy auf Schadensersatz von mindestens 10 Milliarden Dollar verklagt. Enron wirft dem Wettbewerber vor, die geplante Übernahme nur deshalb abgesagt zu haben, um einen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. In Deutschland ist es trotz des Enron-Zusammenbruchs bislang nicht zu Lieferengpässen gekommen. Mehrere große deutsche Versorger sprangen für die Amerikaner ein.

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