• US-Wachstum nach unten korrigiert 5,6 Prozent im ersten Quartal Arbeitgeber stimmen Tarifabschluss zu Sachsen geben den Widerstand

Wirtschaft : US-Wachstum nach unten korrigiert 5,6 Prozent im ersten Quartal Arbeitgeber stimmen Tarifabschluss zu Sachsen geben den Widerstand

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Washington (dpa). Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal hochgerechnet auf das Jahr um 5,6 Prozent gewachsen. Das teilte das Handelsministerium in Washington am Freitag mit. Zunächst war das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, das die Summe aller Güter und Dienstleistungen darstellt, auf 5,8 Prozent geschätzt worden. Die revidierte Zahl spiegelt vor allem ein langsameres Tempo bei den Verbraucherausgaben und eine größere Abnahme der Firmeninvestitionen wider, als dies ursprünglich angenommen worden war. Experten erwarten für das zweite Quartal eine weitere Verlangsamung des Wachstums. Insgesamt bleibt es aber auch nach der zweiten Berechnung dabei, dass die Wirtschaft in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr als drei Mal so stark wuchs wie im vierten Quartal 2001, als die USA aus der Rezession kamen. „Die Wirtschaft erholt sich nicht so schnell wie manche es gern sehen würden“, kommentierte Chris Rupkey, Ökononom bei der New Yorker Bank of Tokyo-Mitsubishi. „Aber sie erholt sich zweifelsohne.“

Berlin (Tsp). Der Tarifstreit in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie ist beigelegt. Arbeitgeber und IG Metall einigten sich am Freitag in Dresden auf die volle Übernahme des in Berlin erzielten Abschlusses für die ostdeutschen Tarifgebiete. Die Einigung war durch einen bislang einmaligen Vorgang zu Stande gekommen: die Verhandlungsführer der Arbeitgeber hatten ihr Mandat niedergelegt und zugleich die Übernahme der Ergebnisse von Berlin-Brandenburg erklärt. Die Löhne und Gehälter der rund 124 000 Beschäftigten in Sachsen steigen demnach von Juni dieses Jahres an um 4,0 Prozent und von Juni 2003 an um weitere 3,1 Prozent. „Mit dem Ergebnis ist gesichert, dass die Ost-West-Angleichung für Sachsen kontinuierlich weitergehen kann und die Beschäftigten hier den Anschluss nicht verlieren“, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Hasso Düvel. Für die Arbeitgeber ist der Abschluss „um mindestens einen Prozentpunkt zu hoch und wird zum Abbau von Arbeitsplätzen führen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des sächsischen Metallverbandes, Andreas Winkler.

Um drohende Streiks abzuwenden, hatte der Verband am Donnerstagabend unter Protest eingelenkt. Die Arbeitgeber-Verhandlungskommission legte ihr Mandat nieder, da sie nach eigenen Angaben auf Grund der „ultimativen“ Forderung der Gewerkschaft keine Verhandlungsmöglichkeiten mehr sah. Trotzdem stimmten die Arbeitgeber der Übernahme zu. Winkler sagte, der Abschluss sei der vorläufige Endpunkt des Zerfalls des Flächentarifvertrages. Nach Angaben des VSME sind von den 800 sächsischen Betrieben der Branche nur 95 Firmen mit rund 32 000 Arbeitnehmern tarifgebunden.

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